Trivago

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Heimatmarkt Europa wächst langsamer

Zum ersten Mal seit dem Gang an die Börse präsentiert Trivago Quartalszahlen. Die Metasuchmaschine von CEO Rolf Schrömgens ist erneut massiv gewachsen. In Europa legt das Unternehmen aber deutlich weniger zu als in anderen Teilen der Welt.

von Sabine Pracht, 15.05.2017, 16:28 Uhr
Trivago-Gründer Rolf Schrömgens hält sein Unternehmen weiter auf Wachstumskurs.
Foto: Trivago

Die Zahlen fallen extrem positiv aus. Die Metasuchmaschine für Hotelbuchungen blickt auf einen Umsatz von 267,6 Mio. Euro von Januar bis März zurück. Das entspricht einem satten Wachstum von 68 Prozent. Auch der Gewinn und damit die Profitabilität sind gestiegen. Der Nettogewinn wuchs auf 7,7 Mio. Euro. Vor einem Jahr machte das Unternehmen noch 100.000 Euro Verlust. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen legte um 151 Prozent auf 19,3 Mio. Euro zu.

Im Heimatmarkt Europa macht Trivago immer noch das meiste Geschäft. 113,5 Mio. Euro Umsatz entfallen auf die Stammmärkte in Europa. Das entspricht einem Anteil von 42,4 Prozent. In Nord- und Südamerika erwirtschaftete die Expedia-Tochter 102,2 Mio. Euro. Im Rest der Welt 48,6 Mio. Euro. Bei den Wachstumsraten verhält es sich naturgemäß genau umgekehrt. Am stärksten wächst Expedia im Rest der Welt – mit einem Plus von 128 Prozent. In der Region Americas, wo Trivago auch schon länger aktiv ist, legte der Metasucher um 77 Prozent zu. In Europa waren es nur noch 44 Prozent Wachstum, also unterdurchschnittlich.

CFO Axel Hefer sagte bei der internationalen Pressekonferenz: „Die Investitionen, die wir in unser Geschäft getätigt haben, zahlen sich aus. Die Steigerung unserer Profitabilität ist vor allem auf die Skalierung des Geschäfts und die kontinuierliche Verbesserung unserer Technologie und der Algorithmen zurückzuführen, und davon wollen wir auch in Zukunft profitieren.“

Mehr als 280.000 Hoteliers nutzten die Plattform zum Ende des ersten Quartals. 30.000 davon buchten kostenpflichtige Zusatzleistungen. Die Zahl der Reisenden, die über Trivago ein Hotel finden, ist um 60 Prozent auf 177,2 Millionen gestiegen. „Die Kunden kommen immer häufiger direkt zu Trivago“, sagt Rolf Schrömgens, CEO und Gründer. Kein Wunder: Das Unternehmen investierte massiv in Werbung. Man werde sich auch in Zukunft weiter auf die Hotelvermittlung fokussieren, um zu wachsen. Das Wachstum solle organisch erfolgen.

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