Typologie

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Ihr Name sagt doch alles!

Namen sind Schall und Rauch? Von wegen. Sag mir, wie Du heißt, und ich sag Dir, wie Du bist. Und was Du machst. Und alles andere auch.

von Oliver Graue, 19.07.2012, 11:25 Uhr

Ein Kollege von mir kennt sich bestens mit Zahlen aus. Wobei ich nicht weiß, ob er auch mit Brüchen rechnet, er also mathematisch begabt ist. Nein, Zahlen sind für ihn eine Art Lebenselixier: Nennt man ihm ein Geburtsdatum, leitet er daraus den Charakter des Menschen ab.

Nehmen wir – nur so als Beispiel – den 4. Mai 1967, ein ganz besonders schönes Datum. Personen, die das Glück haben, an diesem Tag geboren zu sein, lieben jede Art von Nahrung, geistig wie auch stofflich (leider, leider!). Sie sind geduldig, ausdauernd, ausgesprochen friedlich und meistern selbst schwierigste Aufgaben. Manchmal sind sie aber auch das genaue Gegenteil von all dem. Und: Meistens gilt all dies auch für Personen, die an irgend einem anderen Tag geboren sind. Aber mit solchen Details wollen wir uns hier nicht aufhalten.

Wir kommen stattdessen von den Zahlen zu den Buchstaben. Denn auch daraus, ob man Wilfried, Gustav oder Kevin heißt, lassen sich prima die Eigenheiten der Person bestimmen. Sagen zumindest die Experten.

Beispiel Maximilian. Jungen mit diesem Namen wollen immer das Maximum erreichen (logisch) und verfügen darüber hinaus über ein tolles Netzwerk und gute Kontakte zu Leistungsträgern – anfangs zur Mutter, später zur Airline. Sie bringen also die besten Voraussetzungen für den Job des Travel Managers mit. Abstand nehmen sollte man hingegen von Undine-Sophie, denn sie neigt zur Großzügigkeit: "Ach, ihre Fluggesellschaft steht so schlecht da, setzen Sie unsere Firmenrate ruhig etwas herauf!"

Zusammenhänge bestehen aber auch zwischen Vorname und Urlaubsziel. Wer Branchenexperten einen Namen nennt, erfährt sofort, wo dieser Mensch seinen Urlaub verbringen wird. Martin und Julia zum Beispiel reisen grundsätzlich und ausnahmslos nach Thailand, Markus und Gabriel lieben Italien über alles, bei Alexander und Anna wiederum ist Bulgarien die klare Nummer eins.

Oliver und Birgit schließlich mögen sehr gern die Azoren, aber auch die baltischen Staaten, das Erzgebirge, den Bayerischen Wald, Kroatien und Malta (vor allem Oliver). Lautet bei Letzterem numerologisch gesehen die Wesenszahl 5 (was zufällig der Fall ist), schätzt er auch Russland, Kasachstan, Tadschikistan und die Ukraine.

Wollen Sie, liebe Leserinnen und Leser, hingegen, dass ihr Nachwuchs häufig nach Griechenland reist, empfiehlt es sich, ihm Namen wie Anaxímandros oder Theodóra zu geben. Vermeiden sollten Sie in diesem Fall Angela.

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