Überbuchte US-Flüge

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Viele Passagiere einfach stehen gelassen

Der Vorfall mit dem United-Passagier, der aus dem Jet gezerrt wurde, wirft ein Schlaglicht auf das Überbuchen. In den USA wurden 2016 mehr als 475.000 Passagiere deshalb nicht an Bord gelassen. Etliche davon unter Protest.

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von Georg Jegminat, 13.04.2017, 11:35 Uhr
Mehr als 475.000 Passagiere wurden 2016 von US-Airlines wegen Überbuchung nicht befördert.
Foto: Thinkstock

Das US-Verkehrsministerium durchleuchtet in ihrem Verbraucher-Report Luftverkehr konsequent die Service-Qualität der Fluggesellschaften. Im Report für 2016 zeigt es auf, dass bei den zwölf größten US-Carriern 475.000 Fluggäste wegen Überbuchung nicht an Bord genommen wurden. Immerhin 40.629 von ihnen waren mit der finanziellen Kompensation nicht einverstanden und wurden dann gegen ihren Willen nicht befördert. In der Regel werden die überbuchten Passagiere nicht an Bord gelassen, so dass krasse Situationen wie bei dem United-Passagier, der von einem Airport-Polizisten durch den Kabinengang geschleift wurde, vermieden werden.

Ein genauerer Blick in die Statistik zeigt, dass United bei der Häufigkeit der Fälle weder in absoluten Zahlen noch in Relation zur Gesamtzahl der Fluggäste an der Spitze liegt. Der Branchendurchschnitt sieht so aus: Bei 659,7 Mio. Passagieren (Inlandsflüge und Flüge ins Ausland) waren 62 von einer Mio. Fluggästen nicht freiwillig vom Flug zurückgetreten, durften aber dennoch nicht mitfliegen. Bei United gab es einen Quote von 43 Personen. An der Spitze lag der Regionalflieger Expressjet bei dem 151 von einer Million Passagiere, die unfreiwillig stehen blieben. Ausgerechnet die in den USA sehr beliebte Southwest Airlines lag mit 99 unfreiwillig nicht beförderten Fluggästen auf Platz zwei. Da Southwest die größte Inlandsfluggesellschaft (2016: 151 Mio. Passagiere) ist, waren absolut knapp 15.000 Personen betroffen. Am besten stehen Hawaiian Airlines mit 5 und Delta Air Lines mit 10 zwangsweise stehen gelassenen Fluggästen da.

 
 
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