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Umsteigerouten

25.05.2011, 09:15 Uhr

Tipps für Stopover

von Georg Jegminat, Rita Münck

Natürlich ist der direkte Weg der schnellere. Doch gerade bei Ultra-Langstrecken erweist sich Umsteigen nicht als Last, sondern als Lust. Manche Airlines bieten tolle Programme.

Foto: Dubai Tourism

Flüge nach Ostasien, Australien, Neuseeland und Südamerika dauern oft länger als 24 Stunden. Niedriger Luftdruck an Bord, trockene Luft, Bewegungs- und Lichtmangel beeinträchtigen Wohlgefühl und sogar Gesundheit der Reisenden. Da kann ein Zwischenstopp helfen, sich an neue Zeitzonen anzupassen. Und so ganz nebenbei lässt sich dabei Spannendes erkunden.

Dabei gilt: Stopover ist nicht Stopover. Da treten leicht Missverständnisse auf. Der ursprüngliche Stopover ist ein Notnagel der Fluggesellschaften: Bei schlechten Umsteigezeiten auf einem Drehkreuz bieten sie kostenlos eine Hotelübernachtung plus Transfer, kurz STPC (Stopover Paid by Carrier).

TAP Portugal etwa nutzt diese Idee noch immer. Einige Airlines variieren die Hotelkategorie je nach Buchungsklasse des Passagiers. Andere wie Air Canada übernehmen die Kosten für Premiumpassagiere ganz und kassieren einen Kostenbeitrag von solchen mit günstigen Tickets. Doch die meisten Linien haben ihre Flugpläne inzwischen so optimiert, dass es STPC kaum noch gibt.

Stopover-Flüge sind oft billiger

Travel Manager oder Geschäftsreisende können Stopovers auch selbst organisieren. Turkish Airlines etwa bietet ab sechs Stunden Stopp in Istanbul Stadtrundfahrten mit Museumseintritten und Mahlzeiten. Ab zehn Stunden kommt die kostenlose Hotelübernachtung mit Frühstück und Transfer hinzu (www.istanbulinhours.com).

So richtig entspannen lässt es sich, wenn man mehr Zeit hat. Manche Fluggesellschaften bieten spezielle Stopover-Programme. Vietnam Airlines beispielsweise hat Tageszimmer, aber auch mehrtägige Ausflüge ins Mekongdelta im Angebot. Und bei Icelandair gehören die Stopovers zur zentralen Geschäftsidee, denn sie fliegt zwischen Europa und Nordamerika immer mit Zwischenlandung in Keflavik.

Und auch Travel Manager könnten Gefallen an Stopovers finden: Da manche Fluggesellschaft ihre entsprechenden Programme zur Passagierwerbung nutzt, sind die Flüge trotz des Zwischenstopps häufig günstiger als Nonstop-Strecken.

Dubai

Anbieter: Emirates, gilt für den Hinflug Richtung Asien
Angebot: Übernachtung ab 45 Euro pro Nacht und Person in mehr als 40 Hotels. www.emirates.com (dann auf „Flugziele und Angebote“ und „Zwischenstopp“)
Tipps: Wüsten- oder Stadtrundfahrt (buchbar über Arabian Adventures Tours & Safaris); Einkaufszentrum Dubai Mall mit 1200 Geschäften; Skihalle in der Mall Of The Emirates.

Singapur

Anbieter: Singapore Airlines
Angebot: Schmetterlingsgarten mit Wasserfall im Airport (für kurze Aufenthalte), kostenlose City-Tour (mindestens fünf Stunden Aufenthalt). Hotelzimmer ab 37 Euro/Nacht im Singapore-Stopover-Holiday-Programm. www.singaporeair.com
Tipps: Alle 30 Min. kostenlose Shuttle-Busse in die City. Toller Blick vom Marina Bay Sands (11 Euro), Little India, Kampong Glam.

Hanoi

Anbieter: Vietnam Airlines in Kooperation mit Explorer-Fernreisen, gültig in Hanoi und Saigon
Angebote: Tagesprogramme mit Stadtrundfahrt, Tageszimmer und Essen ab 9 Stunden Aufenthalt ab 61 Euro; Hotelübernachtung mit Frühstück und Abendessen ab 65 Euro. www.explorer-agentur.de (dann auf „Stopover“ klicken)
Tipp: Mini-Kreuzfahrt Halong Bay, zwei Tage, ab 370 Euro.

Kiew

Anbieter: Ukraine International Airlines, Panorama Tours
Angebot: verbilligte Übernachtungspreise bei Buchung der Hotels über www.flyuia.com; komplette zwei- bis dreitägige City Breaks
Tipps: Kathedrale St. Sofia von 1037, Kathedrale St. Volodymy, Goldenes Tor, Platz der Unabhängigkeit (Maidan Nezalezhnosti)

Toronto

Anbieter: Air Canada, gilt für Hin- und Rückflug
Angebot: Ab sechs Stunden Transferzeit Übernachtung in Toronto, Vancouver oder Montreal. Gratis für höhere Klassen, Economy-Gäste zahlen 49 Dollar. www.aircanada.com
Tipps: Montreal: Basilika Notre-Dame. Toronto: Chinatown, Little Italy, Greektown, Ausflug zu den Niagarafällen.

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