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Besser einreisen

Mit seinen Einreisedekreten hat Donald Trump ebenso für Verunsicherung gesorgt wie die Verhaftung des VW-Managers. Dabei gilt auch bislang schon, dass man bei der Kontrolle am US-Flughafen einiges beachten sollte.

24.02.2017, 11:00 Uhr
Foto: Thinkstock

Über die Vorfreude bei einer USA-Reise kann schnell der Blick auf ein wesentliches Detail verloren gehen: die Eintrittskarte in Form einer Einreisegenehmigung oder des korrekten Visums.

Tatsache ist: Jährlich werden mehr als 700 deutsche Reisende von den US-Grenzbeamten (Customs and Border Protection Officers, CBP) abgewiesen und umgehend zurück in die Heimat geschickt. Und eine weitaus größere Anzahl von Passagieren wird zum Teil erst nach stundenlangen Verhören die Einreise in die USA gewährt. Eine Situation, mit der weder eine Geschäftsreise noch ein Urlaub beginnen muss. „Bleiben sie stets bei der Wahrheit“, erläutert ein Mitglied der US-Botschaft in Berlin. „Die „Null-Toleranz-Politik" der CBP-Beamten orientiert sich an dem, was sie sehen und hören. Unstimmigkeiten führen zu unangenehmen Fragen.“

Vorgelegt werden US-Grenzbeamten bei der Einreise der Reisepass inklusive der Einreisegenehmigung ESTA oder dem Visum. Parallel dazu werden den Beamten umfangreiche Daten zu der einreisenden Person auf seinem Bildschirm angezeigt. Aus diesen Daten geht die Einreisehistorie der Person hervor.

Vergleichsweise neu ist die Diskussion um Angaben aus den sozialen Medien wie Facebook & Co: Im Sommer 2016 haben die US-Grenzschutzbehörden ein Abfragefeld im ESTA-Antragsformular vorgeschlagen, das kürzlich umgesetzt wurde. Dort müssen die Reisenden ihre Zugänge zu den sozialen Medien angeben – noch ist dies allerdings freiwillig. Es ist anzunehmen, dass die Angaben zur Nutzung von Diensten wie Facebook im Profil der Homeland Security eingepflegt und bei Einreise in die USA automatisch ausgelesen werden. Damit wird den CBP-Beamten ein sehr umfangreiches Profil des einreisenden Passagiers angezeigt.

Die Behördenmitarbeiter werden trainiert, bei jedem Reisenden grundsätzlich skeptisch zu sein. Sicherheit ist ihr erstes Anliegen. Die Beamten sind daher stets auf der Suche nach Personen, die ein touristisches oder anderes Non-Immigration-Visum benutzen, um in die Vereinigten Staaten illegal einzureisen oder einen dauerhaften Aufenthalt zu erhalten. Im Verlauf der Einreise wird der CBP-Beamte daher scheinbar flüchtig Fragen stellen: unter anderem zum Grund der US-Reise, zum Reiseverlauf und zur geplanten Dauer des Aufenthalts. Auch wenn das Visum beziehungsweise der ESTA-Antrag korrekt und die Absichten des Reisenden von gutem Willen geprägt sind, kann der Grenzpolizist die Einreise ablehnen: einmalig, für einen längeren Zeitraum oder sogar dauerhaft. Dann nämlich, wenn er ein Problem findet oder glaubt, dass der Einreisende nicht bei der Wahrheit bleibt.

Endgültig ist in dieser Angelegenheit aber noch nichts. Und bereits zu Zeiten von Präsident Barack Obama wurde für alle Reisenden, die eines dieser Länder seit März 2011 besucht haben, die Möglichkeit der ESTA-Registrierung abgeschafft. Wollen sie in die USA, reicht es also nicht mehr aus, die elektronische Registrierung im Rahmen des Visa-Waiver-Programms vorzunehmen. Für sie gilt stattdessen die Visumspflicht – samt Interview-Termin in einer US-Vertretung.

Vom scheinbar bequemeren Weg, sich einfach stattdessen einen Zweitpass ohne die Stempel der betroffenen Staaten zu besorgen, raten Experten ab. Sollten die US-Behörden beispielsweise von einem Iran- oder Syrien-Aufenthalt auf anderem Wege erfahren, droht ein dauerhaftes Einreiseverbot.

Wie der neue US-Präsident Donald Trump die Einreiseregularien in Zukunft weiter entwickelt, darüber lässt sich nicht einmal spekulieren. Laut seinem 10-Punkte-Plan „Put America First" soll ein biometrisches Einreise-Ausreise-Visum-Tracking-System vollständig an allen Land-, Luft- und Seehäfen aufgebaut werden. Zunächst einmal kündigte Trump an, die Einreise in die USA deutlich zu erschwerren. Reisende sollten also in jedem Fall mehr Zeit am Flughafen einplanen.

Text: Julius Heintz

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