USA unter Trump

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Einreiseregeln auf dem Prüfstand

Die USA wollen offenbar das Visa-Waiver-Programm überprüfen – sie befürchten Anschläge von IS-Terroristen, die aus Europa einreisen. Auch die Offenlegung von Passwörtern ist weiter im Gespräch. Unterdessen kündigte Emirates an, Flüge in die USA zu reduzieren.

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20.04.2017, 14:12 Uhr
Schlangen bei der Einreise in die USA
Foto: CBP

Erwägungen der US-Regierung, die Einreisekontrollen weiter zu verschärfen und von Einreisenden Passwörter zu ihren Profilen in sozialen Netzwerken zu verlangen (fvw berichtete), stoßen bei den Deutschen auf wenig Begeisterung.

Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Opinium Research im Auftrag des Reiseportals Kayak zeigt, dass fast zwei Drittel der Deutschen nicht bereit wären, US-Behörden persönliche Informationen von ihren Social-Media-Profilen offenzulegen. 62 Prozent der Befragten gaben an, den Behörden keine Passwörter zu geben. Nur 26 Prozent wären dazu bereit, würden sich dabei aber unwohl fühlen.

Kritisch sehen die Deutschen auch Pläne der US-Regierung, Reisende intensiv zu ihren persönlichen Ansichten zu befragen, etwa zu Politik, Glaube oder auch Sexualität. 37 Prozent gaben an, dazu nichts sagen zu wollen – deutlich über ein Drittel. 70 Prozent sehen in den möglichen neuen Einreiseregelungen eine Verletzung ihrer Privatsphäre.

Für drei Viertel würde eine USA-Reise durch solche Maßnahmen unwahrscheinlicher werden. 44 Prozent davon würden unter diesen Umständen sogar komplett auf einen USA-Urlaub verzichten. Die Forscher hatten für die Studie 1010 Personen online befragt.

Emirates verringert Frequenzen

Konkrete negative Auswirkungen der Einreisebeschränkungen sowie des Laptop-Verbots auf bestimmten Flügen in die USA verzeichnet bereits die Airline Emirates. Ab Mai will sie ihre Flügen zu fünf von zwölf USA-Zielen reduzieren, betroffen sind etwa Orlando und Los Angeles. Die Buchungen bei Emirates seien „in den letzten drei Monaten signifikant zurückgegangen“, schreibt das Portal Aerotelegraph.com unter Berufung auf Emirates.

Die Airline macht in einer Mitteilung dazu direkt die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump für den Buchungsrückgang verantwortlich: „Die Maßnahmen der US-Regierung bezüglich Einreisebestimmungen, stärkerer Sicherheitskontrollen, Bestimmungen zu Visa und der Mitnahme von elektronischen Geräten haben sich direkt auf die Nachfrage unserer Kunden nach US-Flügen ausgewirkt.“

 
 
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