Vereinigte Arabische Emirate

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Mehrwertsteuer kommt 2018

Die Öl- und Gasvorräte der Vereinigten Arabischen Emirate sind endlich. Darauf richten sich die Länder ein und planen die Einführung einer Mehrwertsteuer. Betroffen ist auch der Tourismus.

29.02.2016, 14:20 Uhr
Dubai Marina: Das Emirat setzt stark auf den Tourismus, um die Abhängigkeit von den Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft zu reduzieren.
Foto: DTCM

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind bislang für ihre moderate Steuerpolitik bekannt. Jetzt leiten die Scheichtümer am Persischen Golf eine, wenn auch vorsichtige, Kurskorrektur ein. Ab 1. Januar 2018 soll es eine Mehrwertsteuer in Höhe von fünf Prozent geben. Bislang gab es eine solche staatliche Abgabe nicht.

Betroffen von der Steuer werden auch Hotelübernachtungen und andere touristische Leistungen sein. Etwa 100 Produkte und Dienstleistungen wie zum Beispiel Bildung, Gesundheitsversorgung und Grundnahrungsmittel sollen von der Steuer ausgenommen werden, wie die Zeitschrift „Gulf Business“ berichtet. Die zusätzlichen Einnahmen dürften bei umgerechnet drei Milliarden Euro liegen.

Mit der geplanten Mehrwertsteuer-Einführung setzen die VAE ihre Politik der wirtschaftlichen Diversifikation fort. Ihnen geht es darum, die Volkswirtschaften unabhängiger von den Einnahmen aus dem Öl- und Gasfördergeschäft zu machen. Schließlich gehen diese Ressourcen mittel- bis langfristig zu Neige.

Daher setzen die Emirate, allen voran Dubai und Abu Dhabi, unter anderem auch auf den Ausbau des Tourismus. Nun kommt als staatliche Finanzierungsquelle die Mehrwertsteuer hinzu.

Allein stehen die VAE mit diesem Schritt nicht da. Auch die umliegenden Länder wie Saudi-Arabien, Kuwait und Oman werden sich dieser Maßnahme anschließen. Entsprechende Beschlüsse sollen laut „Gulf Busines“s auf einer Sitzung des Golf-Kooperationsrates im Frühsommer gefasst werden. Hier wird die Einführung einer Mehrwertsteuer aber wohl erst zum 1. Januar 2019 erfolgen. (MAJ)

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