Waldbrände

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Mindestens 17 Tote in Kalifornien

Im Norden Kaliforniens wüten weiter verheerende Waldbrände. Mindestens 17 Menschen kamen ums Leben, 180 werden noch vermisst.

11.10.2017, 10:52 Uhr
In Kalifornien wüten verheerende Brände.
Foto: imago/ZUMA Press

Bei den verheerenden Wald- und Buschbränden im Norden Kaliforniens sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigten Vertreter der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (Ortszeit). Im Napa County nördlich von San Francisco starb ein Ehepaar, das seit 75 Jahren verheiratet war. Der Mann war 100 Jahre alt, seine Frau 98. Über 100 Menschen wurden verletzt, viele wurden auch in der Nacht zum Mittwoch weiterhin vermisst. 20.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Bei starken Winden hatten sich mehr als ein Dutzend Brände ausgebreitet. Feuerwehrchef Ken Pimlott bezifferte die Zahl der aktiven Feuer in der Weinbauregion am Dienstag (Ortszeit) auf 15. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Weit mehr als 2000 Gebäude sind abgebrannt, über 45.000 Hektar Land wurden Opfer der Flammen. „Es ist die reine Zerstörung“, sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott.

Mehr als 400 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Dazu kommen nach Angaben von CNN etwa 4000 Ersthelfer, Freiwillige und Militärs. Die „Washington Post“ meldete, dass noch 180 Menschen vermisst würden und die Totenzahl nach Einschätzung der Behörden noch steigen könnte. In der Stadt Santa Rosa wurde eine Ausgangssperre verhängt, um Plünderungen zu verhindern. In der Kleinstadt mit rund 175.000 Menschen brannten mehrere Wohngebiete ab. Gouverneur Jerry Brown erklärte für acht Gemeinden den Notstand.

Kalifornien-Urlauber können auf einer Google-Landkarte die Standorte der Brände in dem US-Bundesstaat prüfen, um ihre Reiseroute anzupassen. Die Feuerwehrbehörde Cal Fire hat auf http://www.fire.ca.gov/general/firemaps alle größeren Brandherde in Kalifornien markiert. Darunter sind die derzeitigen Feuer nördlich von San Francisco rund um Napa und Santa Rosa, aber auch alle weiteren Brände im Bundesstaat.

Oktober ist nach Angaben der kalifornischen Behörden traditionell der Monat mit den meisten Bränden. Für Mittwoch wurden weitere Winde vorhergesagt, die mit starken Böen die Brände anfachen können. Die Brandbekämpfer hoffen, bei niedrigeren Temperaturen besser voranzukommen. Pimlott sagte laut „Washington Post“, dass 95 Prozent aller Feuer in Kalifornien – vorsätzlich oder fahrlässig – von Menschen verursacht würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Blitze große Flächenbrände auslösten, sei sehr gering. (dpa)

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