Zwar haben die Vorfeldlotsen und Follow-Me-Fahrer ihre Arbeit wieder aufgenommen, dennoch streicht Lufthansa knapp 130 Flüge.
Im Laufe des heutigen Donnerstags will Lufthansa nach und nach den Regelflugbetrieb wieder aufnehmen. Nach und nach sollen die geparkten Flugzeuge wieder in den Flugplan eingefädelt werden. Neben diesen operativen Gründen für die Flugausfälle dürfte es aber auch an fehlenden Passagieren liegen. Denn wegen des Streiks hatten viele Menschen ihre Reisen abgesagt oder umgeplant. Schließlich hatte die Gewerkschaft GdF den Arbeitskampf bis Freitagnacht fortführen wollen.
Der wirtschaftliche Schaden der vergangenen Streiktage ist trotz des fortgeführten Flugbetriebs erheblich. Der Flughafen-Betreiber Fraport nennt einen Erlösausfall von sieben Millionen Euro. Lufthansa, die etwa 60 Prozent der Flüge auf dem Frankfurter Flughafen abwickelt, ist deutlich stärker betroffen. Sie nennt einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“. Geschätzt dürfte es um 80 Mill. Euro entgangener Erlöse und Kostenbelastungen gehen. Addiert man Fraport, Lufthansa und die Beeinträchtigung anderer Fluggesellschaften und Dienstleister dürfte der Arbeitskampf der 200 Vorfeldlotsen um 100 Mill. Euro gekostet haben.
Der Tarifkonflikt ist allerdings noch offen. Nun verhandeln Fraport und Gewerkschaftsvertreter wieder über Gehälter und Arbeitszeiten.