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Wer ist wer am Himmel?

22.01.2010, 11:05 Uhr

AUA, Air Astana & Air New Zealand

von Oliver Graue

BizTravel stellt in seiner neuen Serie die wichtigsten Gesellschaften vor. Heute: Austrian Airlines, Air Astana & Air New Zealand.

Bei Austrian Airlines ist ab sofort der einfache Check-in per SMS auf normalen Handys möglich.
Foto: PR

Vor 100 Jahren gründete Alfred Colsman die erste Fluggesellschaft der Welt: die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft Delag. Heute sind über 6000 Airlines unterwegs, und selbst Branchenexperten fällt der Überblick schwer.

Austrian Airlines

Gut 10,7 Millionen Passagiere fliegen durchschnittlich pro Jahr mit Austrian Airlines. Das Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance um Lufthansa bietet besonders viele Verbindungen nach Zentral- und Osteuropa. Die Tochter der Lufthansa ist selbst Mutter von Tyrolean Airways und Lauda Air. Zudem gehören Austrian gut 22 Prozent an Ukraine International. 2006 war die österreichische Gesellschaft zu einem drastischen Sparkurs gezwungen, zwei Jahre später erfolgte die Vollprivatisierung der 1957 gegründeten Fluggesellschaft. Der Deutschen Lufthansa gehört die Fluglinie, bei der die Krise hart durchschlägt, seit September 2009. Chefs der Airline sind Peter Malanik sowie der Deutsche Andreas Bierwirth.

Technik-Pionier aus Wien

Streckennetz: Austrian verbindet die Flughäfen Hamburg, Berlin, Dresden, Leipzig, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München mit Wien, von dort viele Anschlüsse. Schwerpunkt ist Osteuropa.

Flotte: Mit den 91 Maschinen werden 120 Ziele angeflogen. Langstrecke: Boeing B-767 und B-777, ansonsten Dash, Canadair Jet, Fokker, Airbus und B-737.

Heimatflughafen: Wien

Angebote für Firmenkunden: Austrian nimmt sowohl an den Star-Alliance- Firmenförderprogrammen Partner Plus Benefit und Partner Plus Progress als auch am Lufthansa-Prämienkonzept Miles & More teil.

Neuheiten: Austrian bietet mobile Technik mit Check-in, mobiler Bordkarte, Flugbuchung, Infos und „Service & Fun“ an (www.austrian.com). Neu ist der einfache Check-in per SMS auf normalen Handys.

Air New Zealand

Auf dem Weg zur umweltfreundlichsten Fluggesellschaft sieht sich Air New Zealand. Damit will die Fluglinie dem grünen Image ihrer Heimat Neuseeland entsprechen. In den vergangenen drei Jahren hat die Airline den Ausstoß von Kohlendioxid um 100.000 Tonnen gesenkt, Ende 2008 einen Testflug mit Bio-Treibstoff unternommen und einen eigenen Umweltfond ins Leben gerufen. Die 1940 noch als Tasman Empire Airways gegründete Gesellschaft ist eine der größten Airlines des Pazifikgebiets und gehört zu gut Dreiviertel dem Staat. 1997 trat Air New Zealand dem Luftfahrtbündnis Star Alliance um Lufthansa bei, und immer wieder gewinnt sie Preise bei Wettbewerben. Gerade hat sie 14 weitere Airbus A320 bestellt.

Vorfahrt für die Umwelt

Streckennetz: Täglich direkt ab London-Heathrow über Los Angeles und 5 mal wöchentlich über Hongkong nach Auckland. Ab Deutschland mit Partnern der Star Alliance.

Flotte: Die Gesellschaft verfügt über 100 Maschinen, vor allem Boeing 747, 777, 767 und 737, außerdem Airbus A320. Dazu Turbo-Propellermaschinen.

Heimatflughafen: Auckland

Angebote für Firmenkunden: Individuelle Ratenvereinbarungen mit Unternehmen. Mitglieder eines Vielfliegerprogramms der Star-Alliance-Fluggesellschaften können zudem Punkte sammeln und Prämien abfliegen.

Neuheiten: Air New Zealand hat in ihren Boeing 777-Flugzeugen die Zahl der Pacific-Premium-Economy-Plätze – eine Klasse zwischen Eco und Business – verdoppelt. Der Sitzabstand beträgt 104 Zentimeter.

Air Astana

Die kasachische Gesellschaft wurde im Jahr 2001 zunächst als Flugservice zwischen der Hauptstadt Astana und der größten Stadt Almaty (früher Alma Ata) gegründet. Mehrheitsbesitzer an der Airline ist die kasachische Regierung mit 51 Prozent. Die restlichen 49 Prozent der Aktien hält die British Aerospace (BAe). Als Astana-Chef fungiert der Engländer Peter Foster. Die schnell wachsende Gesellschaft befördert gut 2,3 Millionen Passagiere im Jahr. Neben vielen innerkasachischen Strecken (ab Astana) gibt es auch Routen etwa nach Urumqi (China) und Nowosibirsk (Russland).

Jung und modern

Streckennetz: Täglich außer Mittwoch fliegt Air Astana von Frankfurt über Astana nach Almaty. Von Mai bis September startet sonntags ein Airbus von Hannover ins kasachische Kostanai.

Flotte: Die 21 Maschinen der Typen Boeing, Airbus und Fokker sind im Durchschnitt fünf Jahre alt. Hinzu kommen demnächst zwei Embraer 190.

Heimatflughafen: Astana

Angebote für Firmenkunden: Spezielle Ratenabkommen und Incentive-Vereinbarungen für Firmen. Zudem ist Air Astana dem Lufthansa-Bonus-Programm Miles & More angeschlossen.

Neuheiten: Ab sofort gilt der Web-Check-in fürs gesamte Streckennetz von Air Astana. Mit neuen Vertretungen in Wien und Zürich erweitert die Gesellschaft zudem ihr Engagement in Europa.

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