BizTravel stellt in seiner neuen Serie die wichtigsten Gesellschaften vor. Heute: Austrian Airlines, Air Astana & Air New Zealand.
Vor 100 Jahren gründete Alfred Colsman die erste Fluggesellschaft der Welt: die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft Delag. Heute sind über 6000 Airlines unterwegs, und selbst Branchenexperten fällt der Überblick schwer.
Gut 10,7 Millionen Passagiere fliegen durchschnittlich pro Jahr mit Austrian Airlines. Das Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance um Lufthansa bietet besonders viele Verbindungen nach Zentral- und Osteuropa. Die Tochter der Lufthansa ist selbst Mutter von Tyrolean Airways und Lauda Air. Zudem gehören Austrian gut 22 Prozent an Ukraine International. 2006 war die österreichische Gesellschaft zu einem drastischen Sparkurs gezwungen, zwei Jahre später erfolgte die Vollprivatisierung der 1957 gegründeten Fluggesellschaft. Der Deutschen Lufthansa gehört die Fluglinie, bei der die Krise hart durchschlägt, seit September 2009. Chefs der Airline sind Peter Malanik sowie der Deutsche Andreas Bierwirth.
Auf dem Weg zur umweltfreundlichsten Fluggesellschaft sieht sich Air New Zealand. Damit will die Fluglinie dem grünen Image ihrer Heimat Neuseeland entsprechen. In den vergangenen drei Jahren hat die Airline den Ausstoß von Kohlendioxid um 100.000 Tonnen gesenkt, Ende 2008 einen Testflug mit Bio-Treibstoff unternommen und einen eigenen Umweltfond ins Leben gerufen. Die 1940 noch als Tasman Empire Airways gegründete Gesellschaft ist eine der größten Airlines des Pazifikgebiets und gehört zu gut Dreiviertel dem Staat. 1997 trat Air New Zealand dem Luftfahrtbündnis Star Alliance um Lufthansa bei, und immer wieder gewinnt sie Preise bei Wettbewerben. Gerade hat sie 14 weitere Airbus A320 bestellt.
Die kasachische Gesellschaft wurde im Jahr 2001 zunächst als Flugservice zwischen der Hauptstadt Astana und der größten Stadt Almaty (früher Alma Ata) gegründet. Mehrheitsbesitzer an der Airline ist die kasachische Regierung mit 51 Prozent. Die restlichen 49 Prozent der Aktien hält die British Aerospace (BAe). Als Astana-Chef fungiert der Engländer Peter Foster. Die schnell wachsende Gesellschaft befördert gut 2,3 Millionen Passagiere im Jahr. Neben vielen innerkasachischen Strecken (ab Astana) gibt es auch Routen etwa nach Urumqi (China) und Nowosibirsk (Russland).