Wetlease bei Airlines

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Entschädigung auch bei gemieteter Maschine

Airlines dürfen Entschädigungsforderungen für verspätete Flüge nicht auf einen Leasing-Partner abwälzen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

13.09.2017, 17:56 Uhr
In dem verhandelten Fall hatten die Passagiere sieben Stunden Verspätung.
Foto: Gettyimages

Reisende hatten Royal Air Maroc verklagt, weil die Airline nicht für eine mehr als siebenstündige Verspätung zahlen wollte – der Flug war von ihr angeboten worden. Diese Haltung begründete das marokkanische Unternehmen damit, dass der betreffende Flug von Düsseldorf nach Nador gar nicht selbst von ihr, sondern im Rahmen einer Leasingvereinbarung von der spanischen Swiftair durchgeführt worden war.

In den Vorinstanzen vor dem Amtsgericht und dem Landgericht in Düsseldorf hatte Royal Air Maroc noch Recht bekommen. Die Karlsruher Richter hingegen waren anderer Meinung – sie sehen Royal Air Maroc als das „ausführende Luftfahrtunternehmen“. Damit zieht in dem Gerichtsstreit das marokkanische Unternehmen den Kürzeren. Denn eine EU-Verordnung nimmt ausdrücklich ausführende Luftfahrtunternehmen in die Pflicht, und zwar Wunabhängig davon, ob der Flug mit einem eigenen Luftfahrzeug oder mit einem mit oder ohne Besatzung gemieteten Luftfahrzeug (...) durchgeführt wird“.

Das BGH-Urteil fiel bereits am Dienstagabend, publiziert wurde es aber erst am Mittwoch (Az.: X ZR 102/16 und X ZR 106/16). (dpa)

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