Zukunft der Luftfahrt

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Wie wir 2020 fliegen

Immer mehr Passagiere, immer größere Flughäfen, immer längere Flüge: Zukunftsforscher sagen der Luftfahrt ein enormes Wachstum voraus. Doch wie persönlich bleibt das Fliegen dann noch?

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von Hein Vogel, 05.09.2016, 08:00 Uhr
Aerion AS: In Überschalltempo nach New York.
Foto: Aerion

Darüber, wie sich der Luftverkehr in den nächsten 20 bis 25 Jahren entwickelt, machen sich nicht nur die Flugzeughersteller und Zulieferbetriebe ihre Gedanken. Auch bei den Luftfahrtverbänden, bei Zukunftsforschern an den Technischen Hochschulen und vor allem bei Entwicklungsingenieuren der Informationstechnik steht das Thema ganz oben an.

Nicht ohne Grund: Schon in den kommenden Jahren sollen die Passagierzahlen weltweit von derzeit 3,3 Mrd. auf etwa 4,0 Mrd. anwachsen. Allein die großen Fluggesellschaften in Nahost, also Emirates, Etihad, Qatar Airways und Co, wollen in den nächsten 15 Jahren mehr als 400 Mrd. Euro in den Kauf neuer Flugzeuge investieren und damit ihre derzeitigen Flotten um 160 Prozent vergrößern.

Mittelgroße Jets gefragt

Dabei scheint der Trend zu Maschinen mittlerer Größe zu gehen, die Riesenvögel sind offenbar out. Auf der diesjährigen Farnborough International Airshow – eine der größten Flugzeugmessen der Welt – gab Boeing seine Vorhersage für die nächsten 20 Jahre bekannt: Bis 2035 sollen 39.620 neue Flugzeuge ausgeliefert werden, davon mehr als 28.000 Exemplare im Bereich zwischen 90 und 230 Sitzen. Nur bescheidene 530 Maschinen sollen mehr als 400 Plätze haben.

Ähnlich klingt es beim Konkurrenten Airbus: Einen Bedarf für 33.000 Maschinen mit rund 100 Sitzen und 9.500 Großraumflugzeuge (A-330 und größer) erwarten die Europäer. Im Gegenzug fährt Airbus seine Produktionszahlen für den Riesenjet A-380 drastisch herunter. Statt wie bislang 27 sollen künftig nur noch 12 Flieger pro Jahr das Werk verlassen.

Doch wie will man angesichts der heute schon überfüllten Flughäfen und der Enge am Himmel das vorhergesagte Wachstum bei den Passagieren bewältigen? Die Forscher lassen keinen Gedanken aus: Fliegen in Etagenbetten oder in einer Elferreihe im A-380 sind ebenso eine Option wie ein Flug auf der Ultra-Langstrecke mit 20 und mehr Flugstunden.

Nonstop von einem Punkt der Welt zum anderen: Das plant beispielsweise die australische Airline Qantas konkret für die 20-Stunden-Strecke Sydney–New York 2020. Nur eine Stunde weniger – dafür aber schon zwei Jahre eher – sollen die Kunden von Singapore Airlines von deren Heimatflughafen zum Big Apple unterwegs sein. Dass dies ganz besondere Herausforderungen an die Logistik hinsichtlich der Mitnahme von zusätzlicher Verpflegung, Crews und Treibstoffmengen mit sich bringt, versteht auch der Laie.

 
 
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