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Vorstand auf 12 Personen erweitert

Der österreichische Travel-Manager-Verband hat ein neues Präsidium. Nun soll das Wachstum des Verbandes forciert werden.

15.03.2016, 10:53 Uhr
Frisch gewählt: das Präsidium der abta.
Foto: ABTA

Ihr neues Präsidium hat die abta bei ihrer jüngsten Generalversammlung einstimmig gewählt. Bestätigt wurden Präsident Hanno Kirsch (Geschäftsführer Airplus) und Vizepräsidentin Doris Stoiser (Travel Manager Strabag AG). Zugleich wurde der Vorstand um die Travel Manager Romana Kneier (Raiffeisen Bank International) und Andreas Gruber (Siemens Österreich) auf nunmehr zwölf Personen erweitert. Ebenfalls neu im Vorstand ist Bernhard Brauneder, Geschäftsführer von Amadeus Austria, der die Aufgaben von Wilfried Kropp übernimmt. Kropp steht dem abta-Vorstand weiter als Berater zur Verfügung.

„Wir haben unser Führungsgremium verstärkt und stellen uns mit Zuversicht den neuen Herausforderungen“, sagte Kirsch. Vorrangiges Ziel sei es nun, das Wachstum des Verbandes voranzubringen. Die abta plant eine Marketingoffensive zur Gewinnung neuer Mitglieder. Auch sollen Bekanntheitsgrad und Einfluss durch klare Positionierung zu aktuellen Branchenthemen erhöht werden. Auf internationalem Sektor werde die Zusammenarbeit mit VDR und GBTA intensiviert. Für das laufende Jahr sei eine neue Geschäftsreisestudie in Vorbereitung, die in Kürze vorgestellt werde sowie ein neues Veranstaltungsformat, ein Business-Frühstück mit dem Titel „Im Fokus“. Zudem feiere die abta-Akademie heuer ihren 10. Geburtstag.

Migrationsdruck erhöht die Terrorgefahr

Im Anschluss an die Generalversammlung referierte die Nahostexpertin Karin Kneissl zum Thema „Die terroristische Bedrohung des religiösen Fanatismus und seine Bedeutung für Europa“. Konnte man früher vergleichsweise problemlos mit der Bahn von Berlin nach Bagdad fahren, in Kabul Musik studieren, Algerien und Jemen besuchen oder in Damaskus und Aleppo arbeiten, wird die Liste der „No-Go-Areas“ nun immer größer. Als ein noch größeres Problem als den Krieg in Syrien sieht Karin Kneissl die gewaltigen demographischen Verwerfungen.

„Überangebot zorniger junger Männer“

„Der Krieg wird enden und selbst Palmyra wird wieder aufgebaut. Nicht enden wird jedoch der Migrationsdruck“, so die Expertin. Hatte Syrien 1950 rund 9 Mio. Einwohner, so sind es heute 24 Mio. Es komme zu einem „Überangebot zorniger junger Männer“, und die sich daraus ergebende Perspektivenlosigkeit sei ein wesentlicher Grund für die um sich greifenden Kämpfe und den Terrorismus. „Eine wahrhaft beunruhigende Entwicklung“, sorgt sich Kneissl.

Was die aktuelle Situation in Europa betrifft, so geht es um Zuwanderung in Sozialsysteme. „So will beispielsweise jeder zweite Nigerianer gezielt in eines von vier europäischen Länder auswandern und nicht in einen von 28 EU-Staaten“, so Kneissl. „Und das sind grob gesprochen 100 Mio. Menschen.“ Es werde keine europäische Lösung der Flüchtlingsfrage geben, vielmehr drohe ein Abgleiten in die Anarchie, wenn man weiterhin Sozialromantik betreibe. (OG)

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