Air-Berlin-Insolvenz

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Niki Lauda wettert gegen Angela Merkel

Vor der am heutigen Donnerstag anstehenden Entscheidung zum Teilverkauf der insolventen Air Berlin an Lufthansa erhebt Formel-1-Weltmeister und Luftfahrtunternehmer Niki Lauda schwere Vorwürfe gegen die deutsche Bundesregierung.

von Rita Münck, 12.10.2017, 09:18 Uhr

Aller Voraussicht nach werden Sachwalter und Generalbevollmächtigter der insolventen Air Berlin am heutigen Vormittag den Verkauf großer Teile von Air Berlin an Lufthansa bekanntgeben. Lufthansa will die nicht insolventen Air-Berlin-Töchter Niki und LGW sowie weitere 13 Airbus-Jets übernehmen. Zudem will man bis zu 3000 Air-Berlin-Mitarbeiter neue Arbeitsplätze bei Eurowings anbieten.

Laut Niki Lauda, der gemeinsam mit Condor ebenfalls für die österreichische Niki geboten hat, ist das beschriebene Vorhaben seit langem mit der Bundesregierung abgesprochen worden – „und sogar mit einem staatlichen Kredit über 150 Mio. Euro unterstützt worden“, so Lauda am Vormittag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dabei aber leider übersehen, dass die so ein Monopol schafft und steigende Ticketpreise mitfinanziert“, wettert Lauda. „Merkel hat den Kunden damit einen Bärendienst erwiesen.“

Lauda appelliert nun mit Nachdruck an die Kartellbehörden: Sie müssten prüfen, ob Lufthansa zurecht bereits Strecken besetzt, von denen sich Air Berlin frühzeitig verabschiedet hatte. Am Flughafen Düsseldorf, so Lauda, werde die Lufthansa-Gruppe künftig 90 Prozent aller Start- und Landerechte besetzen. „Das führt logisch zu steigenden Preisen“, so Lauda im Deutschlandfunk.

Wären Lauda und Condor bei Niki zum Zuge gekommen, so der Unternehmer weiter, wären weiterhin niedrige Ticketpreise garantiert gewesen: „Dann hätte es schließlich echten Wettbewerb gegeben – bezogen auf das Produkt und die Preise.“

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