Airport Dortmund

(0)

Air Berlin schließt die Station

Harter Schlag für den Flughafen Dortmund. Im Zuge der Restrukturierung streicht Air Berlin die letzten Strecken und schließt die Station. Auch Erfurt verliert Air Berlin.

von Georg Jegminat, 07.12.2011, 13:31 Uhr
Dortmund verliert Air Berlin ab dem Winterflugplan 2012/13.
Foto: Dortmund Airport

Voraussichtlich zum Winterflugplan 2012/13 streicht Air Berlin die Flüge nach Palma de Mallorca, Nürnberg und die Verbindung nach Las Palmas sowie Fuerteventura. Dabei handelt es sich ausschließlich um touristische Verkehre. Der Nürnberg-Flug führt in das Winter-Drehkreuz von Air Berlin. Die endgültige Entscheidung, auch Erfurt-Flüge zu streichen, ist nun gefallen.

„Die Entscheidung der Airline kommt für uns nicht aus heiterem Himmel“, sagt Markus Bunk, Geschäftsführer des Flughafens Dortmund. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte in der jüngsten Vergangenheit aus wirtschaftlichen Gründen angekündigt, Flotte und Kapazitäten im gesamten Streckennetz deutlich zu reduzieren. Die Enttäuschung in Dortmund ist zu spüren.

Schlechte Stimmung bei der Trennung

Die Tatsache, dass der Flughafen diesen Fakt bereits jetzt mitteilt, dürfte zwei Gründe haben. Einerseits werden andere Fluggesellschaften die Strecken prüfen und überlegen, ob sich ein eigenes Engagement lohnt. Zweitens könnte es noch Gespräche über wirtschaftliche Konditionen gegeben haben, die ohne Einigung endeten.

Bunk betont, dass zumindest Palma-Dienste nicht aus dem Angebot des Flughafens verschwinden, dass Easyjet, Germania und Germanwings im Sommer dorthin fliegen. Air Berlin hatte im Jahr 2011 etwa 200.000 Passagiere in Dortmund.

Das Problem mit der Startbahn

Der Flughafen hat ein spezielles Startbahn-Problem, dass den Betrieb für die Airlines in Dortmund verteuert. Die Bahn ist relativ kurz. Für Starts dürfen 2000 Meter, für Landungen 1700 Meter genutzt werden. Das heißt, ein Mittelstreckenjet kann bei bestimmten Wetterbedingungen nicht mit Volllast starten.

In den vergangenen Monaten musste mehrfach das gesamte Gepäck eines Fluges am jeweiligen Startflughafen zurückgelassen werden oder die Maschine wurde zu Nachbarflughäfen umgeleitet. Die Folge: Das Gepäck muss über andere Flughäfen und von dort per Lieferservice nach Dortmund transportiert werden. Bunk: „Das kostet die Fluggesellschaften Unsummen und erschwert den wirtschaftlichen Einsatz der Flugzeuge in Dortmund zusätzlich.“ In Dortmund sind 40 Mitarbeiter, in Erfurt 36 betroffen. Air Berlin hat in Dortmund ein Flugzeug stationiert.

Weitere Business Travel-News

Insolvente Airline
(0)

Angebotsfrist für Niki endet

Am heutigen Freitag endet die Angebotsfrist für Niki. Zu den Interessenten gehören Niki Lauda und Ryanair. Ob TUIfly ein Angebot abgibt, ist noch unklar. mehr

 

Fusionsrunde
(0)

US-Hotelkonzern Wyndham übernimmt La Quinta

Die Mittelklasse-Hotels von La Quinta gehören nun zu Wyndham. Der US-Hotelriese bezahlt knapp zwei Milliarden Dollar. mehr

 

Bustouristiker kritisieren Monopol
(0)

Mit Karl Marx gegen Flixbus

Der Gütegemeinschaft Buskomfort wirft dem Monopolisten Flixbus vor, seine mittelständischen Partner auszubeuten. Im Fernbus-Bereich finde Karl Marx heute ein ideales Beispiel für den von ihm prognostizierten Konzentrationsprozess im Kapitalismus. mehr

 

Airbnb für Autos
(0)

US-Carsharing-Riese Turo steigt in deutschen Markt ein

Es ist die Zukunft oder der schlimmste Alptraum – je nachdem, welches Verhältnis man zu Autos hat. Auf speziellen Plattformen im Internet können Privatleute ihre Fahrzeuge an Fremde vermieten. Der Marktführer aus den USA hat große Pläne für den deutschen Markt. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media