Airline-Insolvenz

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Air Berlin kündigt den Mitarbeitern

Bei der insolventen Air Berlin beginnen Montag die Gespräche über einen Interessenausgleich und Sozialplan. Das teilten Geschäftsführung und Insolvenz-Verwalter den Mitarbeitern mit. Die sollen sich nach neuen Jobs umschauen.

von Rita Münck, 08.10.2017, 16:07 Uhr

Für manchen langjährigen Air-Berlin-Mitarbeiter dürfte das ein harter Satz gewesen sein: „Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs ist aufgrund der hohen Verluste, die derzeit und prognostiziert dauerhaft entstehen, unmöglich und unzulässig.“ So steht es in einem der fvw vorliegenden Schreiben, das unter anderem die Air-Berlin-Personalchefin Martina Niemann unterzeichnet und Ende vergangener Woche an ihre Kollegen verschickt hat.

Heißt: Für das Gros der 8000 Mitarbeiter sind die Tage bei der Berliner Fluggesellschaft gezählt. Ihr Arbeitgeber hatte am 15. August Insolvenz-Antrag gestellt. Noch bis zum 12. Oktober verhandeln nun Lufthansa und Easyjet exklusiv über den Kauf westentlicher Teil der Airline. Bei den Investoren könnten Mitarbeiter unterkommen. „Aber nicht jeder“, konstatiert Niemann in dem Schreiben. Sie will gemeinsam mit dem Insolvenz-Verwalter für die Air Berlin Luftverkehrs KG Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan aufnehmen.

Zwei Jobmessen am Standort Berlin

Zudem hilft Air Berlin bei der Suche nach neuen Jobs: Dienstag und Freitag sind Jobmessen geplant am Berliner Standort. Dort wollen sich Arbeitgeber wie die Deutsche Bahn, Zalando und BASF Services, Eurowings, die Stadler Pankow GmbH und Toll Collect präsentieren. Deren Angebote dürften sich unter anderem an Air Berliner aus der Verwaltung richten, für die es dem Vernehmen nach bei den Bietern kaum Verwendung gibt.

Laut einem Sprecher haben sich in den vergangenen Wochen von den gut 8000 Mitarbeitern bereits 300 von Air Berlin verabschiedet. Sie hätten Auflösungsverträge unterschrieben, um andere Stellen anzutreten.

Einige dürften bereits bei Eurowings einen Arbeitsvertrag unter Dach und Fach haben. Die Lufthansa-Tochter mit Sitz in Köln, die von dem Air-Berlin-Aus stark profitieren dürfte, hat eigenen Angaben zufolge auf Recruiting Events in Düsseldorf und München fast 130 Flugbegleiter eine Einstellungszusage gegeben. „Unter anderem auch ehemaligem Kabinenpersonal der Air Berlin“, so Michael Knitter, Eurowings-Geschäftsführer. Auch erste Air-Berlin-Piloten hätten bei Eurowings unterschrieben. Eurowings will gut 80 Flugzeuge aus der Air-Berlin-Gruppe übernehmen und sucht daher mehr als 1000 Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal.

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