Airline-Pleite

(0)

Weitere 100.000 Air-Berlin-Tickets verfallen

Weil die insolvente Air Berlin ab dem 28. Oktober den eigenen Flugbetrieb einstellt, werden einem Medienbericht zufolge etwa weitere 100.000 Tickets ihre Gültigkeit verlieren.

11.10.2017, 08:30 Uhr
Lange fliegt Air Berlin nicht mehr.
Foto: Air Berlin

Schon zuvor musste Air Berlin Flugstreichungen vornehmen. So wurde bereits das gesamte Langstreckenprogramm gestoppt. Auch im Zuge dessen war von 100.000 Kunden die Rede, deren Tickets ihre Gültigkeit verloren haben und die so zum Opfer der Insolvenz geworden sind.

Nun kommen einem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge weitere 100.000 Tickets hinzu, die verfallen, weil Air Berlin ihren Betrieb Ende Oktober ganz einstellen muss. Air Berlin hat die Zahl bereits bestätigt.

Auch auf den Europa-Routen und im innerdeutschen Verkehr wird Air Berlin selbst, wie berichtet, bald nicht mehr fliegen. Sie werde lediglich noch im Wetlease für andere Fluggesellschaften unterwegs sein, teilte die Airline gestern mit. Management und Insolvenzverwalter sehen eigenen Angaben zufolge keine Perspektive mehr für einen Fortbestand.

Dem Bericht zufolge wird es für etwa 90.000 der jetzt stornierten Kurzstreckenflüge fast keine Erstattung geben. Der Grund ist, dass diese Flüge schon vor dem 15. August gebucht worden waren. An dem Tag hatte Air Berlin Insolvenz angemeldet. Alle bis dahin aufgelaufenen Forderungen an Air Berlin sind Teil der Insolvenzmasse. Die übrigen 10.000 Tickets wurden nach dem 15. August gebucht. Sie werden aber komplett erstattet, weil Air Berlin mit dem Versprechen von vollen Rückzahlungen für Buchungen nach dem 15. August einen Einbruch der Reservierungen verhindern wollte. Das blieb erfolglos.

Am morgigen Donnerstag soll entschieden werden, ob das Angebot der Lufthansa Gruppe für Teile von Air Berlin vom Gläubigerausschuss angenommen wird. Auch mit Easyjet werden bis morgen noch exklusive Verhandlungen geführt. Doch die Briten scheinen sich mittlerweile anderweitig orientiert und von einem Engagement bei Air Berlin Abstand genommen zu haben. (RIM)

Weitere Business Travel-News

Insolvente Airline
(0)

Angebotsfrist für Niki endet

Am heutigen Freitag endet die Angebotsfrist für Niki. Zu den Interessenten gehören Niki Lauda und Ryanair. Ob TUIfly ein Angebot abgibt, ist noch unklar. mehr

 

Fusionsrunde
(0)

US-Hotelkonzern Wyndham übernimmt La Quinta

Die Mittelklasse-Hotels von La Quinta gehören nun zu Wyndham. Der US-Hotelriese bezahlt knapp zwei Milliarden Dollar. mehr

 

Bustouristiker kritisieren Monopol
(0)

Mit Karl Marx gegen Flixbus

Der Gütegemeinschaft Buskomfort wirft dem Monopolisten Flixbus vor, seine mittelständischen Partner auszubeuten. Im Fernbus-Bereich finde Karl Marx heute ein ideales Beispiel für den von ihm prognostizierten Konzentrationsprozess im Kapitalismus. mehr

 

Airbnb für Autos
(0)

US-Carsharing-Riese Turo steigt in deutschen Markt ein

Es ist die Zukunft oder der schlimmste Alptraum – je nachdem, welches Verhältnis man zu Autos hat. Auf speziellen Plattformen im Internet können Privatleute ihre Fahrzeuge an Fremde vermieten. Der Marktführer aus den USA hat große Pläne für den deutschen Markt. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media