Außenministerium

(0)

Schärfere Türkei-Reisehinweise geplant

Erneut ist ein deutscher Staatsbürger in der Türkei verhaftet worden. Die Bundesregierung erwägt jetzt offenbar eine Verschärfung der Reisehinweise. Außenminister Gabriel prüft weitere diplomatische Schritte.

19.07.2017, 17:51 Uhr
Außenminister Sigmar Gabriel prüft weitere diplomatische Schritte gegen die Türkei.
Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Nach der erneuten Zuspitzung im deutsch-türkischen Verhältnis erwägt die Bundesregierung nach Angaben von SPD-Chef Martin Schulz eine Verschärfung der Reisehinweise zum Schutz deutscher Staatsbürger in der Türkei. „Der Außenminister wird sicher genau prüfen, welche diplomatischen Schritte notwendig sind“, sagte Schulz am Mittwoch in Berlin. Die Zeit des Abwartens sei vorbei. Es liege nahe, dass dazu auch die Frage von Reisehinweisen geprüft und diese „dann ausgesprochen werden“. Er könne der Prüfung im Außenministerium aber nicht vorgreifen, betonte Schulz.

Gabriel unterbricht nach der Inhaftierung eines Deutschen und fünf weiterer Menschenrechtsaktivisten in der Türkei seinen Urlaub. Am Mittwoch war der türkische Botschafter ins Auswärtige Amt zitiert worden.

Schulz sagte, die deutsche Kritik an Präsident Erdogan sei keine Kritik am türkischen Volk. „Sie richtet sich gegen eine Politik, bei der Bürger unseres Landes ganz offensichtlich zu Geiseln der Innenpolitik der Türkei gemacht werden.“ Angesichts der Willkür gegenüber Bundesbürgern sei es an der Zeit, das Verhältnis zur Türkei zu überdenken. Es mache keinen Sinn, die Verhandlungen zur Ausweitung der Zollunion weiter voranzutreiben oder bestimmte europäische Finanzhilfen an die Türkei zu zahlen. (dpa)

Weitere Business Travel-News

Berlin
(0)

Neuer Hauptstadtflughafen soll 2020 eröffnen

In den vergangenen Jahren ist ein Eröffnungstermin nach dem anderen gekippt. Der neue aber soll jetzt sicher sein, versprechen die Verantwortlichen des BER. Es ist aber auch noch eine Weile hin. mehr

 

Drohende Schneefälle
(0)

ICE-Tempo wird gedrosselt

Aufgrund drohenden Schneefalls reduziert die Deutsche Bahn am Samstag und Sonntag auf diversen Strcken vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Flotte. Die einzelnen Fahrzeiten dürften dadurch laut Bahn um bis zu 20 Minuten länger werden. mehr

 

Lufthansa-Gruppe
(0)

Niki-Erstattung auch bei Reisebüro-Buchung

Zunächst hatte die Lufthansa-Gruppe vergünstigte Rückflüge für Niki-Passagiere geboten, die direkt gebucht hatten. Nun gilt das Angebot auch für in Reisebüros gebuchte Flüge. mehr

 

Nach geplatztem Deal mit Lufthansa
(0)

Ryanair erwägt Kauf von Niki

Der Billigflieger hat Interesse an der isolventen Niki bekundet. Das Unternehmen habe bereits Kontkat mit dem Insolvenzverwalter aufgenommen hieß es. Dieser wollte die Nachricht zunächst nicht kommentieren. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media