Bestpreis-Klausel

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HRS gibt auf

HRS-Chef Tobias Ragge hat offenbar keine Lust, sich länger vor Gericht zu streiten. Das Hotelportal gibt sich in Sachen Bestpreis-Klausel geschlagen. Ragge verzichtet darauf, vor den BGH zu ziehen.

23.02.2015, 10:27 Uhr
HRS-Chef Tobias Ragge hat keine Lust mehr, sich Jahre lang vor Gericht zu streiten.
Foto: HRS

„HRS hat jedoch kein Interesse an einem jahrelangen Rechtstreit, der sich unweigerlich ergäbe, wenn der Bundesgerichtshof die Sache an das Oberlandesgericht zurückverweist“, lässt das Kölner Portal per Pressemitteilung verkünden. Anfang Januar hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigt, was im Dezember 2013 schon das Bundeskartellamt entschieden hatte: Die Bestpreis-Klausel von HRS ist rechtswidrig.

HRS hält weiterhin an seiner Bestpreis-Garantie fest und verspricht den Kunden, dass sie ihr Geld zurück bekommen, wenn sie das Zimmer woanders im Internet zu einem günstigeren Preis finden. Nach wie vor ist HRS das einzige Portal in Deutschland, das für die Bestpreis-Klausel abgemahnt wurde. Immer noch prüft das Bundeskartellamt die Klauseln der HRS-Wettbewerber Booking.com und Expedia.

HRS sieht sich „massiv im Wettbewerb beeinträchtigt“. HRS-Chef Tobias Ragge ist verärgert über die Trägheit des Bundeskartellamts. „International schaffen es die Behörden, konstruktiv mit den beteiligten Unternehmen an einer branchenweiten Lösung zu arbeiten. Das Bundeskartellamt beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Thema und hat es bis heute nicht geschafft, hier einen einheitlichen Standard zu etablieren. Wir erwarten, dass den Worten nun auch Taten folgen.“ Denn: Anfang Januar hatte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, eine „zügige Fortführung“ der laufenden Verfahren gegen die Bestpreis-Klauseln der HRS-Wettbewerber Booking und Expedia angekündigt. (SP)

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