Billigflieger

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Ex-TUI-Chef wird CEO von Easyjet

Der britische Billigflieger Easyjet hat einen neuen CEO berufen. Vom Dezember an leitet Johan Lundgren die Airline. Er ist ein ausgewiesener Touristiker.

von Georg Jegminat, 10.11.2017, 13:04 Uhr
Johan Lundgren
Foto: Easyjet

Seit Monaten hat das Board von Easyjet einen Nachfolger für Carolyn McCall gesucht. Die Chief Executive hatte Mitte Juli angekündigt, nach dem Jahreswechsel ins TV-Geschäft zu wechseln. Nun wurde Johan Lundgren zu ihrem Nachfolger berufen, der im Laufe des Dezembers von McCall eingearbeitet wird.

Lundgren arbeitet seit 30 Jahren im Reisesektor, davon zwölf bei TUI. Dort war er 2015 stellvertretender CEO der früheren Tochter TUI Travel mit Sitz in London und Chef der Mainstream-Märkte. Zu seiner neuen Aufgabe sagt Lundgren: „Dies ist eine aufregende Zeit im europäischen Luftverkehr. Carolyn McCall hat ein fantastisches Team aufgebaut und ich werde den Erfolg von Easyjet fortführen.“

Chairman John Barton sagt: „Johan Lundgren hat gezeigt, dass er ein erfahrener CEO im Reisegeschäft und bei übergreifenden Aufgaben ist. Er hat sowohl auf die Strategie als auch auf die betrieblichen Abläufe einen Fokus, ist kundenzentriert und charismatisch.“ Barton bezeichnet Easyjet als Gewinner in dem dynamischen Umfeld des Luftverkehrs.

Der Touristiker kann Ferienflieger unter Druck setzen

Easyjet hat Geschäftsteile von Air Berlin im Umfang von 25 Flugzeugen erworben und erwartet Anfang Dezember die Freigabe der EU-Kommission für den Deal. Lundgren wird dann einen Teilumbau der Fluggesellschaft umsetzen müssen. Denn neben dem zusätzlichen Fluggeschäft in Deutschland muss sich die britische Fluggesellschaft auf den Austritt Großbritanniens aus der EU und damit aus dem gemeinsamen Luftverkehrsmarkt vorbereiten. McCall hat deshalb eine Flugbetriebslizenz in Wien beantragt und erhalten. Die Flugzeuge, die nicht in und nach Großbritannien verkehren, dürften auf diese Gesellschaft übertragen werden.

Darüber hinaus holt sich Easyjet einen Manager, der das Kerntouristik-Geschäft bestens versteht. Lundgren könnte also mit einer neu aufgestellten Easyjet ins Veranstalter-Geschäft vordringen und die traditionellen Ferienfluggesellschaften weiter unter Druck setzen.

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