Billigflieger-Studie

(0)

Preiskampf wird härter

Im Winter Gewinne zu erwirtschaften, wird auch für Low Cost Airlines immer schwieriger. Der Wettbewerb entwickelt sich zu einem Verdrängungswettbewerb. Dies zeigt eine aktuelle DLR-Studie.

Seite 1 von 3
von Lutz Schmidt, 16.05.2017, 14:33 Uhr

Zweimal im Jahr bringt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine umfassende Untersuchung zu Billigfliegern in Deutschland und Europa heraus. Der sogenannte Low Cost Monitor 1/2017, der den Kalendermonat Januar eingehend erfasst und die Situation mit dem Januar des Vorjahres vergleicht, liegt nun vor. Darin zeigt sich unter anderem ein zunehmender Wettbewerbsdruck zwischen Billigfliegern. Während sie zuvor vor allem auf Strecken schnell wuchsen, die von anderen Airlines überhaupt nicht oder von wesentlich teurer produzierenden Full Service Airlines bedient wurden, geht es nun ans Eingemachte. Der Verdrängungswettbewerb greift zwischen den Billigfliegern selbst um sich.

Die DLR-Studie zeigt, dass Billigflieger auf bereits etwa einem Viertel (23 Prozent) aller Flüge ab Deutschland operieren. „Das Streckennetz der Low Cost Carrier erreicht mit 518 unterschiedlichen Strecken ab Deutschland in einem Winterhalbjahr einen neuen Höchstwert“, sagt Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. Nach der Flughäufigkeit dominieren in Deutschland vier Billigflieger das Geschehen. Allein auf Eurowings (inklusive Germanwings) entfällt nach Flügen ein Marktanteil von 50,2 Prozent. Im Ranking folgen darauf Ryanair (21,5 Prozent), Easyjet (11,2 Prozent) und Wizz Air (4,4 Prozent).

Aktuell expandiert Ryanair mit 35 neuen Verbindungen, einem Zuwachs von einem Viertel, in Deutschland am schnellsten. Auch Easyjet hat sieben neue Routen aufgelegt. Dabei werden die zentralen und großen Flughäfen zunehmend interessanter. Im Winter 2017 verzeichnete beispielsweise der Flughafen Berlin-Schönefeld mit einem Zuwachs von 30 Prozent die höchste Steigerung. Das lag hauptsächlich an Ryanair und Easyjet, die das Ringen um die deutsche Hauptstadt vorentscheiden wollen. Ähnlich umkämpft geht es in Hamburg zu. Um 23 Prozent steigerten dort Billigflieger ihr Angebot, allen voran Ryanair, Easyjet, Germanwings und Norwegian. Diese Entwicklung setzt sich mit dem Einstieg von Ryanair in Frankfurt fort.

 
 
1 spacer 2 spacer 3

Weitere Business Travel-News

Berlin
(0)

Neuer Hauptstadtflughafen soll 2020 eröffnen

In den vergangenen Jahren ist ein Eröffnungstermin nach dem anderen gekippt. Der neue aber soll jetzt sicher sein, versprechen die Verantwortlichen des BER. Es ist aber auch noch eine Weile hin. mehr

 

Drohende Schneefälle
(0)

ICE-Tempo wird gedrosselt

Aufgrund drohenden Schneefalls reduziert die Deutsche Bahn am Samstag und Sonntag auf diversen Strcken vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Flotte. Die einzelnen Fahrzeiten dürften dadurch laut Bahn um bis zu 20 Minuten länger werden. mehr

 

Lufthansa-Gruppe
(0)

Niki-Erstattung auch bei Reisebüro-Buchung

Zunächst hatte die Lufthansa-Gruppe vergünstigte Rückflüge für Niki-Passagiere geboten, die direkt gebucht hatten. Nun gilt das Angebot auch für in Reisebüros gebuchte Flüge. mehr

 

Nach geplatztem Deal mit Lufthansa
(0)

Ryanair erwägt Kauf von Niki

Der Billigflieger hat Interesse an der isolventen Niki bekundet. Das Unternehmen habe bereits Kontkat mit dem Insolvenzverwalter aufgenommen hieß es. Dieser wollte die Nachricht zunächst nicht kommentieren. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media