Boeing

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Aktienbörse straft Flugzeug-Hersteller ab

Gerüchte, dass Boeing die Entwicklungskosten für den Dreamliner und die jüngste Version des Jumbos nicht sauber bilanziert hat, führten zu einem satten Kursverfall. Auch die Börsenaufsicht soll bereits ermitteln.

12.02.2016, 14:56 Uhr
Aus den Produktionshallen von Boeing in Seattle rollen viele neue B-737, doch läuft es bei den Paradepferden B-747 und Dreamliner weniger gut.
Foto: Boeing Company

Bereits seit einem Jahr soll ein Informant aus dem Unternehmen die Börsenaufsicht über Bilanztricks bei Boeing auf dem Laufenden halten. Dabei geht es nach Informationen des Wirtschaftsdienstes Bloomberg vor allem darum, dass die Entwicklungskosten für den Dreamliner und die jüngste Generation der B-747 nicht korrekt in die Bilanz eingerechnet werden.

Allein für die völlig neu entwickelte B-787 dürften schon Entwicklungskosten von 28,5 Mrd. US-Dollar aufgelaufen sein, die über einen langen Zeitraum in der Bilanz abgeschrieben werden. Um dieses Geld wieder einzuspielen, müsste Boeing mindestens 1300 Dreamliner verkaufen, bevor der erste Cent verdient werden könnte.

Auch bei der neuen Generation der Boeing B-747 wurde offenbar solcherlei Bilanzkosmetik angewandt. Die Fortentwicklung dürfte zwar nur den vergleichsweise geringen Betrag von 2,6 Mrd. US-Dollar gekostet haben. Doch Verkäufe für den neuen Typ sind absolute Mangelware. Während früher mit dem Jumbojet massiv Geld verdient worden ist, trocknet diese Quelle nun aus.

Die Börse verlor ob solcher Meldungen das Vertrauen in die mittelfristige Gewinnträchtigkeit von Boeing. In kürzester Zeit sank der Börsenwert des Konzerns um acht Milliarden Dollar, der Kurs fiel um zwölf Prozent. (LS)

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