Buchungsplattform

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Accor schließt Hotel-Marktplatz

Der Versuch von Accor, seine eigene Buchungsplattform für fremde Hotels zu öffnen und sich so als Konkurrent zu Booking.com & Co zu positionieren, ist gescheitert. CEO Sébastien Bazin hat sich entschieden, den digitalen Marktplatz für konzernfremde Hotels zu schließen.

von Martin Jürs, 14.11.2017, 11:39 Uhr
Sébastien Bazin, CEO der Accor Hotels, schließt das Buchungsportal des Unternehmens für unabhängige Hotels. Er setzt mittlerweile andere strategische Prioritäten.
Foto: Accor

Vor gut zwei Jahren öffneten die Accor Hotels ihre eigene Buchungsplattform für unabhängige, konzernfremde Hotels. Durch die Erweiterung des Portals zum digitalen Hotel-Marktplatz wollte man Reservierungssystemen wie Booking.com, Expedia oder HRS Paroli bieten. Jetzt schließt Europas größter Hotelkonzern den Marktplatz wieder. Das Ergebnis dieser Initiative habe die Erwartungen nicht erfüllt, heißt es auf Anfrage der fvw. Viele Kunden von AccorHotels.com hätten eher Hotels von Accor bevorzugt und keine unabhängigen Häuser gebucht, wenn sie auf der Accor-Hotel-Website unterwegs gewesen seien.

Hinzu kommt, dass sich nur relativ wenige unabhängige Hotels für eine Präsenz auf der Accor-Website entschließen konnten. Mitte des Jahres waren rund 2000 unabhängige Hotels auf dem Marktplatz des französischen Hotelkonzerns vertreten. Bis Ende 2018 sollten es ursprünglich rund 10.000 sein.

Diese Zielsetzung hat man nun offensichtlich aufgegeben. Auch weil das Unternehmen in den vergangenen Jahren unter der Regie von CEO Sébastien Bazin einen tief greifenden Wandel durchlaufen hat. So hat Accor nicht nur die Hochwert-Hotelmarken Raffles, Fairmont und Swissôtel übernommen, es wurde auch in diverse Hotel- und Ferienhaus-Plattformen vor allem im hochpreisigen Angebotssegment investiert.

Auch vor diesem Hintergrund sei der Marktplatz nicht länger relevant für die Strategie der Gruppe und ihr neues Profil, teilt Accor auf Anfrage mit. Daher habe man sich dazu entschlossen, ihn zu schließen und sich auf die Integration der neu erworbenen Marken und Dienstleistungen in das eigene digitale Ökosystem zu konzentrieren.

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