Business-Knigge

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Bahrain – Inselwelt mit Potenzial

Genau 33 Inseln bilden das islamische Land. Es gilt als aufstrebende Nation am Persischen Golf.

von Martin Jürs, 18.10.2017, 14:23 Uhr
Foto: BTEA

Wer auf Inselhüpfen steht, ist in Bahrain richtig. Schließlich besteht das Königreich vor der Küste Saudi-Arabiens im Persischen Golf aus 33 Inseln. Dabei gilt das islamisch geprägte Land dank seiner gut ausgebauten Infrastruktur und einer vergleichsweise liberalen Wirtschaftspolitik als eine der modernsten und attraktivsten Standorte in der ganzen Golf-Region.

Bis nach Deutschland hat sich dies allerdings noch nicht in jedem Fall rumgesprochen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes sind aktuell nur etwas mehr als 50 deutsche Firmen mit Vertretungsbüros beziehungsweise mit Projekten in Bahrain vertreten. Das bilaterale Handelsvolumen lag 2015 bei gut 442 Mio. Euro – wobei der Großteil davon auf Exporte deutscher Unternehmen in Richtung des Golf-Staates entfällt.

Deutschland selbst importierte zuletzt nur Waren im Wert von knapp 25 Mio. Euro aus Bahrain, vor allem Aluminium- und Petrochemie-Produkte sowie Textilien. Wer in dem gerade einmal 1,3 Mio. Einwohner zählenden Land – die Hälfte davon Ausländer – Geschäfte machen will, sollte dabei in jedem Fall Rücksicht auf die dort vorherrschenden islamischen Gebräuchenehmen.

Schließlich ist der Islam mehr als ein Glaubensbekenntnis. Geschäftsleben, Alltag und Religion lassen sich daher schwer bis gar nicht voneinander trennen. So sollten Geschäftstermine zum Beispiel nicht unbedingt in den für Muslime wichtigen Fastenmonat Ramadan gelegt werden.

Fünf Knigge-Tipps:

1. Kleidung: Für den Mann empfehlen sich leichte Anzüge oder Kombinationen. Bei Konferenzen ist die Krawatte unerlässlich. Frauen sollten Kleider oder Röcke tragen, die deutlich über das Knie reichen.

2. Pünktlichkeit: Die Einhaltung von Terminen wird erwartet, umgekehrt muss man mitunter schon mal Geduld mitbringen.

3. Begrüßung: Man begrüßt sich mit Handschlag, sollte jedoch dem Moslem die Initiative überlassen.

4. Verhandlungen: Man sollte Zeit mitbringen: Es geht zunächst darum, sich kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.

5. Tabus: Themen wie Politik, Religion oder Frauenrechte sollten gemieden werden.

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