Deutsche Bahn

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Finanzvorstand Richard Lutz soll CEO werden

Die Deutsche Bahn hat ganz offenbar einen Nachfolger für Bahn-Chef Rüdiger Grube gefunden, der Ende Januar überraschend zurückgetreten war. Es ist der bisherige Finanzvorstand Richard Lutz.

14.03.2017, 08:27 Uhr
Richard Lutz
Foto: Deutsche Bahn AG/Pablo Castagnola

Ein Mann aus den eigenen Reihen also soll es richten. Darauf hat sich Berichten verschiedener Medien zufolge die große Koalition geeinigt. Der 52-jährige Lutz führt den Bundeskonzern nach dem Abgang von Rüdiger Grube (65) bereits kommissarisch. Er ist seit 2010 Finanzvorstand bei der Bahn. Nun soll er bei der Aufsichtsratssitzung am 22. März zum CEO ernannt werden.

Vorgänger Grube war im Streit um seine Vertragsverlängerung zurückgetreten. Im Nachgang waren verschiedene Namen für die Nachfolge gefallen, darunter auch der frühere Kanzleramtsminister und jetzige Bahn-Vorstand Ronald Pofalla. Er ist allerdings noch vergleichsweise neu im Konzern, stieg erst im Januar 2015 bei der Deutschen Bahn ein und ist seit August 2015 als Vorstand Wirtschaft, Recht und Regulierung tätig.

Richard Lutz – seit 1994 bei der Bahn

Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA haben sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) nun auf Lutz geeinigt.

Lutz, dreifacher Vater, stammt aus Landstuhl in der Pfalz, hat Betriebswirtschaft in Saarbrücken studiert und an der Universität Kaiserslautern promoviert. 1994 kam Lutz zur Bahn und übernahm nach verschiedenen Stationen im Jahr 2003 den Bereich Konzerncontrolling, 2010 rückte er dann in den Vorstand auf. Seit August 2015 ist er zudem für DB Arriva und DB Schenker Logistics sowie die Bereiche Beschaffung und IT verantwortlich.

Aufsichtsratschef Felcht darf bleiben

Geplant ist neben der Ernennung von Lutz zum neuen Bahn-Chef auch ein Umbau des Konzernvorstandes. Damit solle die Digitalisierung und der Schienengüterverkehr aufgewertet werden, hieß es.

Vorgänger Grube war seit 2009 Vorstandschef des bundeseigenen Konzerns mit 300.000 Angestellten und 40 Mrd. Euro Umsatz. Nach dem Rücktritt Grubes war auch der Vorsitzende des Bahn-Aufsichtsrats, Utz-Hellmuth Felcht, unter Druck geraten. Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Koalitionskreisen soll er seine Position behalten. Es sei nun an Felcht, die Neuordnung zu begleiten. (dpa/RIM)

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