EU-Studie

(0)

Deutsche Manager sind nachtragend

Wenn Bewerber im Lebenslauf lügen, finden das deutsche Personal-Manager in der Regel gar nicht lustig. Andere Nationalitäten sehen das lockerer.

12.01.2018, 07:46 Uhr
Stimmt alles? Beim Lebenslauf sollten Bewerber lieber bei der Wahrheit bleiben, statt zu übertreiben.
Foto: contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Wenn sich Bewerber bestmöglich präsentieren wollen, nehmen sie es mit der Wahrheit nicht immer so genau: Arbeitslosigkeit wird mit einer Weltreise kaschiert, Fachkenntnisse aufgebauscht oder beim bisherigen Gehalt wird übertrieben. Ein Risiko, denn deutschen Personalentscheidern ist Ehrlichkeit besonders wichtig: Knapp drei Viertel aller Manager in Deutschland haben schon einmal einen Bewerber aussortiert, nachdem falsche Angaben im Lebenslauf aufgeflogen sind, so der Personaldienstleister Robert Half über eine aktuelle Studie.

Gemeinsam mit Personalern aus Niederlande ist das im europäischen Vergleich ein Spitzenwert. Etwas weniger streng hingegen nehmen es Personaler aus Belgien und der Schweiz (je 68 Prozent), gefolgt vom Großbritannien mit 59 Prozent. Am lockersten sehen es die Franzosen: Dort drücken 46 Prozent der Führungskräfte ein Auge zu, wenn der Bewerber im Lebenslauf unehrlich war. Am häufigsten fliegen Bewerber wegen falscher Angaben über fachliche Kompetenzen auf, auf Platz zwei folgen Falschangaben über die Berufserfahrung, auf dem dritten Platz über Sprachkenntnisse.

Weiter wird auch bei Aufgabenbereichen früherer Positionen, Abschlüssen, Führungskompetenz und dem früheren Gehalt übertrieben. „Es ist also vollkommen unnötig, beim Gehalt zu schummeln“, sagt Thomas Hoffmann von Robert Half. Hier könne man sich beim Wunschverdienst am marktüblichen Lohnniveau orientieren. Hoffmann: „Lügen fallen einem früher oder später vor die Füße.“ Denn auch lange nach Ende der Probezeit habe der Arbeitgeber das Recht, den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Schlimmstenfalls verliere man den Job und müsse Schadensersatz zahlen. (ES)

Weitere Business Travel-News

Insolvente Airline
(0)

Angebotsfrist für Niki endet

Am heutigen Freitag endet die Angebotsfrist für Niki. Zu den Interessenten gehören Niki Lauda und Ryanair. Ob TUIfly ein Angebot abgibt, ist noch unklar. mehr

 

Fusionsrunde
(0)

US-Hotelkonzern Wyndham übernimmt La Quinta

Die Mittelklasse-Hotels von La Quinta gehören nun zu Wyndham. Der US-Hotelriese bezahlt knapp zwei Milliarden Dollar. mehr

 

Bustouristiker kritisieren Monopol
(0)

Mit Karl Marx gegen Flixbus

Der Gütegemeinschaft Buskomfort wirft dem Monopolisten Flixbus vor, seine mittelständischen Partner auszubeuten. Im Fernbus-Bereich finde Karl Marx heute ein ideales Beispiel für den von ihm prognostizierten Konzentrationsprozess im Kapitalismus. mehr

 

Airbnb für Autos
(0)

US-Carsharing-Riese Turo steigt in deutschen Markt ein

Es ist die Zukunft oder der schlimmste Alptraum – je nachdem, welches Verhältnis man zu Autos hat. Auf speziellen Plattformen im Internet können Privatleute ihre Fahrzeuge an Fremde vermieten. Der Marktführer aus den USA hat große Pläne für den deutschen Markt. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media