Die besten Strecken

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Fliegen nach Japan, Korea und Taiwan

Das Fernost-Trio gehört zu den wichtigsten Geschäftsreisezielen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Flugverbindungen.

von Oliver Graue, 17.05.2018, 16:17 Uhr
Voller Tempel und sehr hübsch: Taiwans älteste Stadt Tainan.
Foto: Gettyimages

Es gehört einfach dazu. „Jeder Taiwaner sollte einmal im Leben den Jadeberg erklimmen“, sagt Lien, der seine Gäste aus Europa durch die Berglandschaft führt: „Erst dann ist man erwachsen.“ Wer in Europa an Taiwan denkt, der hat meist etliche Klischees im Kopf – von der dichtbesiedelten, industrialisierten Insel bis zum einstmals abfälligen „Made in Taiwan“. Übervölkert? Grau? Langweilig? Nein, all dies stimmt nicht. Zwar ist die Bevölkerungsdichte tatsächlich gleich dreimal so groß wie in Deutschland. Doch neben seiner Hauptstadt Taipeh bietet das Land viel Natur: vom Gebirge im Zentrum der Insel mit bis zu 4000 Meter hohen Gipfeln bis zur Taroko-Schlucht, dem beeindruckendsten Naturwunder Taiwans. Auf Wanderwegen lässt sie sich gut erkunden.

Sprungbrett nach China

Taiwan ist das „andere China“. Nach dem Bürgerkrieg hat es sich 1949 gelöst: Chiang Kai-Shek und seine Staatspartei Kuomintang wurden auf dem Festland von den Kommunisten besiegt – der Generalissimus floh auf die Insel, die damals noch Formosa hieß. Anschließend erlebte das Land ein wahres Wirtschaftswunder. „Made in Taiwan“ – heute übrigens alles andere als billig – etablierte sich weltweit. Und als „Chinesen“ fühlen sich viele junge Taiwaner längst nicht mehr: Von einer „Wiedervereinigung“ mit dem kommunistischen Festland wollen sie nichts wissen und halten lieber Werte wie Demokratie und Freiheit hoch.

Auch wenn Deutschland mit Rücksicht auf China keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan unterhält: Das Verhältnis ist gut und intensiv. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht. So ist das kleine Taiwan Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner in Asien (weltweit die Nummer 33), und umgekehrt ist Deutschland für Taiwan der bedeutendste Partner in der EU. Seit Jahrzehnten dient die Insel den deutschen Firmen auch als Sprungbrett nach China – dort ist Taiwan trotz aller politischen Probleme einer der größten Investoren.

Aber auch das Land selbst gilt als besonders stark im IT-Bereich und Maschinenbau. Weltweit führend ist es beispielsweise bei Elektro-Autos, beim sogenannten Internet der Dinge, beim Cloud Computing sowie beim 3D-Druck.

Enge Kontakte nach Fernost

Tatsache ist: Die deutsche Wirtschaft pflegt zu Taiwan und seinen fernöstlichen Nachbarn Japan und Korea enge Kontakte. Das schlägt sich in der Zahl der Geschäftsreisen nieder. Tokio und Seoul rangieren fest in den Top-25-Reisezielen der Unternehmen – aber auch Taipeh wird häufig angeflogen. Folge: Die Auswahl an Flügen in Richtung Fernost ist groß.

1. Taiwan: Den deutschsprachigen Raum verbinden China Airlines und Eva Air mit Taipeh. China Airlines startet in Frankfurt und Wien; Eva Air hebt in Wien ab, ist jedoch direkt mit dem Zubringerflug ab Deutschland (Lufthansa) zu buchen. Dabei ist die private Eva Air vom Flugbewerter Skytrax mit der Höchstzahl von fünf Sternen ausgezeichnet worden und schneidet überdies in den gängigen Untersuchungen regelmäßig als eine der sichersten Fluggesellschaften weltweit ab. Neben der Economy und Business bietet Eva Air eine Premium Economy Class mit größerem Sitzabstand, die recht häufig von Geschäftsreisenden und Firmenkunden gebucht wird.

2. Korea: Nach Seoul verkehren drei Gesellschaften direkt ab Deutschland, nämlich Korean Air, Asiana und Lufthansa. Korean startet täglich ab Frankfurt; mehr als 70% der Gäste sind Geschäftsreisende. In die ebenfalls von Firmenkunden häufig frequentierte Küstenstadt Busan bietet Korean Air stündliche Anschlüsse ab Seoul. Der direkte Konkurrent Asiana steuert Südkoreas Hauptstadt ebenfalls täglich und nonstop ab Frankfurt an.

3. Japan: Ebenso viele Fluggesellschaften fliegen nach Tokio: ANA, JAL und LH. ANA, mit fast 250 Flugzeugen Japans größte Fluggesellschaft, hebt jeden Tag ab München und Düsseldorf ab. Ab Frankfurt gibt es sogar zwei tägliche Verbindungen nach Tokio. Wettbewerber JAL mit gut 230 Maschinen bedient Japans Hauptstadt einmal pro Tag ab Frankfurt.

4. Via Europa: Eine weitere Option für Fernost-Flüge bieten europäische Fluggesellschaften. So entwickelt sich die polnische LOT zunehmend zum Asien-Spezialisten: In Richtung Fernost werden Interkont-Dienste nach Tokio und Seoul via Warschau bedient. Zubringer aus dem deutschsprachigen Raum nach Warschau gibt es inzwischen ab vielen Flughäfen: Berlin-Tegel (ab 1. Juli 2018 sechsmal pro Woche), Düsseldorf, Hamburg, Hannover (neu ab 4. Juni 2018), Frankfurt, Nürnberg (neu ab 7. Mai), München, Stuttgart, Luxemburg, Wien und Zürich.

Als weitere Alternative gilt Finnair. Mit Fukuoka, Nagoya, Osaka und Tokio bindet Finnlands Fluglinie vier japanische Städte direkt an Helsinki an. Hinzu kommt Seoul. Dabei setzt Finnair auf die geografisch vorteilhafte Lage des Drehkreuzes Helsinki: Die Nord-Strecken in Richtung Fernost sind dank der Erdkrümmung kürzer als andere Routen.

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