Flughafen Hahn

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Millionen-Minus im Hunsrück

Der Flughafen Hahn bleibt noch auf lange Sicht ein Minusgeschäft für die beteiligten Bundesländer. Geschäftsführer Markus Bunk geht für 2014 von einem 18-Mill.-Euro-Verlust aus.

27.10.2014, 09:01 Uhr
Markus Bunk hat vor Hahn den Flughafen in Dortmund gemanagt.
Foto: PR

Die gute Nachricht dabei: 18 Mill. Euro wären vier Millionen Euro weniger als erwartet. Airport-Chef Bunk, der von 2008 bis 2013 den Flughafen Dortmund managte, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur DPA: „Wir könnten bei 18 Mill. Euro landen.“ Damit liege man klar unter den ursprünglich veranschlagten 22 Mill. Euro. Der Hunsrück-Airport, der zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen gehört, kämpft seit Jahren mit rückläufigen Passagier- und Frachtzahlen. 2013 hatte das Defizit bei 10,8 Mill. Euro gelegen.

„Wir nähern uns den ehrlichen Zahlen“, erklärte Bunk. Mittlerweile gebe es keine Sondereffekte mehr, die die Bilanz verzerrten. „Wir haben langsam nichts mehr zu verkaufen.“

Bunk hat interne Restrukturierungen durchgeführt und so das Ergebnis des Flughafens um vier Millionen Euro verbessert. Weitere Einsparungen seien in den kommenden Jahren noch denkbar. „Wir waren aber ohnehin nie ein Standort, an dem Geld mit vollen Händen ausgegeben wurde“, betonte Bunk. Er kennt sich mit schweren Fällen aus: Auch in Dortmund hatte Bunk gegen rote Zahlen zu kämpfen und war von öffentlichen Geldgebern abhängig.

Am Hunsrück-Airport ist die Lage allerdings schwieriger. Rheinland-Pfalz will sich von ihrer Flughafen-Beteiligung trennen und sucht Investoren. Das dürfte nicht einfach werden angesichts der negativen Bilanz. Zur Erinnerung: Flughafen-Betreiber Fraport hielt lange Anteile, stieg aber 2009 beim Flughafen Hahn aus.

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