Flugzeuge ohne Funkkontakt

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Abfangjäger los geschickt

Gleich zweimal an einem Wochenende steigen Bundeswehrjets auf, weil sie den Funkkontakt zu Passagierflugzeugen verlieren. Dass sich die Fälle häufen, liegt Experten zufolge auch an der Jahreszeit.

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17.07.2017, 07:50 Uhr

Es sind oft Minuten lähmender Ungewissheit. Wenn der Funkkontakt zu einem Flugzeug abbricht, müssen deutsche Behörden das Schlimmste annehmen: Wurde der Flieger entführt? Handelt es sich um einen Terroranschlag? Meldet sich die Besatzung dann tatsächlich nicht mehr, steigen Bundeswehrjets auf. Passiert ist das am Wochenende gleich zwei Mal – erst in der Grenzregion von Hessen und Bayern, danach über Stuttgart.

„Der häufigste Grund, dass die Luftwaffe angefragt wird, ist dass kein Funkkontakt hergestellt werden kann“, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Etwa ein bis zwei Mal im Monat heben Abfangjäger ihm zufolge bundesweit ab, weil der Funkkontakt unterbrochen ist. Dass sie eine Maschine tatsächlich zum Landen zwingen – so wie am Samstagabend in Stuttgart – sei aber „eine Besonderheit“.

Die Boeing B-777 der Korean Air war mit 211 Passagieren auf dem Weg von Seoul nach Zürich, als der Funkkontakt abbrach. Daraufhin startetn die Eurofighter – was im Großraum Stuttgart zu zwei Überschallknalls führte. Nachdem das Flugzeug gelandet war, wurde der Polizei zufolge festgestellt, dass das Funkgerät defekt war.

Eine Zwangslandung wegen abgebrochenen Funkkontakts ist auch nach Einschätzung des Stuttgarter Flughafens eine Seltenheit. „Hier war das eine Premiere“, sagt Sprecherin Beate Schleicher. Sie erinnere sich nur an einen Fall mit unterbrochenem Funkkontakt – und der liege viele Jahre zurück.

 
 
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