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TUI wird Corsair endlich los

Der Verkauf der französischen TUI-Fluggesellschaft Corsair wird konkreter. Corsair soll künftig unter dem Dach einer Gruppe fliegen, zu der auch Air Caraibes gehört.

von Klaus Hildebrandt, 23.02.2015, 09:32 Uhr
Die französische Corsair setzt sogar Jumbos für den ethnischen Verkehr ein.
Foto: „Boeing 747-422, Corsair JP6586515“ von Aldo Bidini

Über den Verkauf von Corsair, über den bereits Anfang Februar in Paris spekuliert worden war, ist nun eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden. Auf einer Pressekonferenz in Paris wurden vom Kaufinteressenten, der französischen Groupe Dubreuil, bereits die Eckdaten vorgestellt. Nach Angaben der TUI ist der Verkauf aber noch nicht formell besiegelt. Die Aufsichtsgremien müssten der geplanten Transaktion noch zustimmen.

Die in Familienbesitz stehende Groupe Dubreuil betreibt bereits die Fluggesellschaft Air Caraibes mit Sitz auf Guadeloupe, die ebenso wie Corsair auf Verbindungen von Paris in die französischen Überseegebiete in der Karibik und im Indischen Ozean spezialisiert ist.

Corsair schreibt seit 2008 Verlust und wurde seit Jahren restrukturiert. Die Fluggesellschaft, die drei Boeing B-747-400, zwei Airbus A-330-200 und zwei A-330-300 einsetzt, war durch die Übernahme des französischen Veranstalters Nouvelles Frontières vor 15 Jahren in die Gruppe gekommen. Sie passte aber nie ins Ferienflugkonzept der anderen TUI-Airlines und ist auch nicht Teil der von Henrik Homann geführten Airline-Gruppe innerhalb des Konzerns.

In Paris wurden zwar keine finanziellen Details genannt. Der Frankreich-Chef der TUI, Pascal de Izaguirre, sagte aber, die TUI habe einer Rekapitalisierung im Vorfeld des geplanten Verkaufs zugestimmt. Mit anderen Worten: Die TUI nimmt noch einmal Geld in die Hand, um den Verlustbringer endlich loszuwerden.

Corsair soll künftig als Schwestergesellschaft von Air Caraibes betrieben werden, so Jean-Paul Dubreuil. Air Caraibes werde sich auf die Karibik-Verbindungen konzentieren, Corsair auf Ziele wie Reunion, Madagaskar, Mauritius, Senegal, die Elfenbeinkünste und Montreal. Gemeinsam würden 2,4 Mio. Passagiere im Jahr befördert. Die gemeinsame Flotte umfasst 15 Maschinen.

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