Hotelportale

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Auch Italien verbietet Bestpreis-Klausel

Weiterer Rückschlag für Booking, HRS & Co: Nach zweijährigem Streit hat der italienische Senat für das Verbot der Bestpreis-Klausel gestimmt. Danach dürfen Hotelportale nicht mehr verlangen, dass die Hotels ihnen niedrigere Preise geben als anderen Buchungskanälen.

03.08.2017, 10:18 Uhr
Trevibrunnen in Rom
Foto: Thinkstock

Frankreich, Deutschland und Österreich hatten diesen Schritt bereits in der Vergangenheit getan. Nun stimmte der italienische Senat mit 146 zu 113 Stimmen ebenfalls für das Verbot. In der Folge dürfen nun auch in dem südeuropäischen Land die Hoteliers ihren Kunden über die eigene Website bessere Preise geben als über ein Fremdportal wie Booking.com. Wie berichtet wird dies in Deutschland von immer mehr Häusern genutzt.

„Die Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein zur Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen sowohl aus Sicht der Verbraucher als auch der Hotellerie in Italien und ganz Europa“, sagt Markus Luthe, Chef der Vertriebsabteilung des europäischen Hoteldachverbandes HOTREC.

Hotels zahlen an die Fremdportale teilweise hohe Provisionen. Beim Direktvertrieb über die eigenen Internetseite sparen sie diese ein und geben Teile an den Verbraucher weiter, gewähren also günstigere Preise. Auch in der Schweiz und in Belgien liegen den Parlamenten Gesetzentwürfe vor, die ein Verbot der Bestpreis-Klausel vorsehen.

Booking.com bezeichnete in einer Reaktion die Entscheidung Italiens als „enttäuschend“. Der Konzern kündigte an, die Auswirkungen prüfen zu lassen. Genau wie Deutschland, Frankreich und Österreich verstoße Italien damit gegen EU-Recht und schade den großen Online-Hotelportalen. (OG)

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