Jahrhundert-Erdbeben

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90 Tote in Mexiko

Halb Mexiko spürte das Erdbeben historischen Ausmaßes. Es gibt bewegende Szenen in den Trümmerfeldern. Die Opferzahl steigt – aber angesichts der Wucht der Erschütterungen dürfte das Land recht glimpflich davon gekommen sein.

11.09.2017, 12:35 Uhr

Nach dem Jahrhundert-Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 90 gestiegen. Im Bundesstaat Oaxaca habe sich die Zahl der Toten auf 71 erhöht, teilte die Zivilschutz-Behörde des Bundesstaats mit. Zudem starben in Chiapas 15 und im Bundesstaat Tabasco vier Menschen. Rettungskräfte suchten teilweise mit den Händen in den Trümmerfeldern nach Überlebenden.

Das Beben in der Nacht zu Freitag hatte eine Stärke von 8,2 – das Zentrum lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas. Es gilt zusammen mit einem Beben 1932 als stärkstes je gemessenes in Mexikos Geschichte. Es gab fast 800 Nachbeben.

Rund 50 Mio. Menschen spürten die heftigen Erdstöße, auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Zeitweise waren rund 1,5 Mio. Menschen ohne Strom. Viele Menschen sind obdachlos geworden. Am schlimmsten traf es die 98.000-Einwohner-Stadt Juchitán, 720 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt, wo es viele Tote und große Zerstörungen gab. In zwei Minuten stürzten zwei der bekanntesten Gebäude ein – der Palacio Municipal, Sitz des Bürgermeisters, und die Kirche San Vicente Ferrer. „Unsere Häuser sind zerstört, wir stehen auf der Straße“, sagte der 55-jährige Noel Martínez. „Wir brauchen Wasser, Essen und einen Platz, wo wir bleiben können.“

Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. „Es war ein zerstörerisches Beben“, sagte Präsident Peña Nieto. Dennoch dürften die Folgen weit glimpflicher sein als bei einem der schlimmsten Erdbeben 1985 mit einer Stärke von 8,1 – damals lag das Zentrum zudem näher an Mexiko-Stadt. Fast 10.000 Menschen starben, die Hauptstadt wurde schwer verwüstet. Am stärksten wurden dieses Mal die südlichen Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco getroffen.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen, allein im vergangenen Jahr wurden dort rund 15.400 Erdbeben gezählt. (dpa)

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