Kuba nach dem Hurrikan

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Schwere Schäden auch in Havanna

Die sozialistische Karibik-Insel ist sturmerprobt, der Zivilschutz funktioniert. Trotzdem kommen mindestens zehn Menschen in dem heftigen Tropensturm ums Leben. Auch Häuser, Felder sowie die Strom- und Wasserversorgung werden schwer beschädigt.

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12.09.2017, 08:44 Uhr

Nach dem Durchzug von Hurrikan „Irma“ haben auf Kuba die Aufräumarbeiten begonnen. In der Hauptstadt Havanna schafften Bautrupps am Montag umgestürzte Bäume und Trümmer beiseite. „Die Revolution wird niemanden schutzlos allein lassen. Keine kubanische Familie wird ihrem Schicksal überlassen“, schrieb Präsident Raúl Castro in der Parteizeitung „Granma“. „Jetzt ist keine Zeit zum Jammern. Wir werden wieder aufbauen, was die Winde von Hurrikan ‚Irma‘ zerstören wollten.“

Allerdings gab es in vielen Stadtteilen noch immer weder Strom noch Wasser oder Gas. „Was sollen wir ohne Trinkwasser machen? Sie sollen uns Tanklastzüge mit Wasser bringen“, riefen einige Frauen am Montag nahe dem exklusiven Hotel Meliá Cohiba.

„Irma“ hatte Havanna hart getroffen. Hohe Wellen überspülten die Uferpromenade Malecón. Das Wasser drang mehr als 500 Meter ins Stadtzentrum vor. „Soweit kam das Wasser bisher noch nie“, sagte die Chefin des Zivilschutzes in der Hauptstadt, Mercedes López.

Mit Eimern, Besen und Lappen kämpften die Menschen gegen das Wasser in ihren Häusern. „Bis hier stieg das Wasser“, sagte Caridad und hob die Hand über ihren Kopf. Sie wohnt nur drei Straßenblocks oberhalb des Malecón und musste sich in den zweiten Stock flüchten, um nicht von den Wassermassen mitgerissen zu werden.

 
 
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