Lobby-Arbeit der Airlines

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Alles viel zu teuer

Spohr bezirzt die Easyjet-Chefin, und gemeinsam kämpft man gegen Steuern und Airport-Gebühren: Der Luftfahrt-Lobby-Verband A4E traf sich zu seinem Forum nach Brüssel.

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von Andreas W. Schulz, 20.10.2017, 11:28 Uhr
lGruppenbild mit Damen: die A4E-Airline-Chefs mit EU-Kommissarin Violeta Bulc (links neben Carsten Spohr).
Foto: Andreas W. Schulz

Wenn schon Lobby-Arbeit, dann in Brüssel – sagten sich Anfang 2016 die Bosse der größten europäischen Fluggesellschaften und gründeten den Verband „Airlines for Europe“ kurz A4E, um sich mehr Gehör für ihre Anliegen an den Schaltstellen der Europäischen Kommission zu verschaffen. Heute hat der Verband schon mehr als 25 Mitglieder, von Lufthansa, Air France/KLM, International Airlines Group (British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus) bis zu den großen Billigfliegern wie Ryanair, Easyjet und Norwegian.

Mit rund 70% Marktanteil am Flugaufkommen in Europa und mehr als 100 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr vereinen sie eine respektable Größe auf sich. Und trotzdem muss ihr Verbandschef Thomas Reynaert hart in Brüssel kämpfen, um sich überhaupt Gehör bei den Parlamentariern und der Kommission zu verschaffen.

Zumindest ein Punkterfolg für Reynaert war es, dass die oberste Chefin, die zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc, der Einladung folgte, am Diskussionsforum der A4E teilzunehmen.

Warnung vor Überkapzitäten

Bulc gab in ihrem Eröffnungs-Statement bekannte Grundsätze wieder: über die starke gegenwärtige Wirtschaftskraft in der EU, die auch den Luftverkehr beflügele, und sie begrüßte die Anstrengungen der europäischen Airlines, „mit ihrer Effizienz die globalen Verkehrsverbindungen weiter zu entwickeln – und damit auch die Wirtschafsentswicklung der EU zu fördern“.

Bulc mahnte die Fluggesellschaften zugleich vor Überkapazitäten und nahm sie in die Pflicht, weiter an den CO2-Werten zu arbeiten: „Wir geben in der EU jedes Jahr 120 Milliarden Euro für Schäden durch Umweltbelastung aus.“ Dass es der Europäischen Kommission seit Jahrzehnten nicht gelingt, einen einheitlichen Luftraum in Europa (Single European Sky) zu schaffen – und damit auch die Umwelt durch direkte und schnellere Flugstrecken zu entlasten – erwähnte sie nur am Rande.

Insgesamt waren es Worte, welche die Branche mittlerweile zur Genüge kennt. Mit Spannung wurde daher auf die Begrüßung durch den derzeitigen A4E-Vorsitzenden und Lufthansa-Boss Carsten Spohr gewartet. Würde der Neuigkeiten zum Air-Berlin-Deal und zu Alitalia verraten?

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