Messerangriff in Ägypten

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Zwei Deutsche in Hurghada erstochen

Bei der Attacke an einem Hotelstrand handelt es sich womöglich um einen Terroranschlag. Der IS soll den Angriff befohlen haben, heißt es aus Sicherheitskreisen. Offiziellen Quellen zufolge ist das Motiv des Täters allerdings unklar.

15.07.2017, 22:36 Uhr

Bei einer Messerattacke im ägyptischen Urlaubsort Hurghada sind am Freitag zwei deutsche Frauen getötet und vier weitere Menschen verletzt worden. Bei dem Angriff handelt es sich nach Informationen aus Sicherheitskreisen in Kairo um einen Angriff der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS).

Der Täter sei ein 28 Jahre alter Uni-Absolvent aus dem Norden Ägyptens. Er habe über das Internet Kontakt zum IS gehabt, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auf diesem Wege habe er auch den Auftrag erhalten, Ausländer in dem Badeort anzugreifen.

Die ägyptische Anwaltschaft für Staatssicherheit erklärte hingegen am Samstagnachmittag, es sei noch unklar, ob es sich um einen Terrorakt oder eine kriminelle Tat gehandelt habe. Sie rief die Medien dazu auf, Spekulationen und voreilige Schlussfolgerungen zu der Bluttat zu unterlassen. Bislang hat sich auch noch niemand zu der Tat bekannt.

Dem ägyptischen Innenministerium zufolge war der Angreifer am Freitag von einem öffentlich zugänglichen Küstenstreifen aus an den Strand des Hotels Zahabia geschwommen und mit dem Messer auf Touristen losgegangen. Der Verdächtige wurde festgenommen und zu Vernehmungen nach Kairo gebracht.

Das Auswärtige Amt bestätigte den Tod zweier deutscher Frauen. „Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind“, teilte eine Ministeriumssprecherin in Berlin mit.

Das Auswärtige Amt geht im Gegensatz zur ägyptische Anwaltschaft für Staatssicherheit von einem gezielten Angriff auf Touristen aus: „Nach allem, was wir wissen, sollte die Tat ausländische Touristen treffen – ein besonders hinterhältiger und verbrecherischer Akt, der uns traurig, bestürzt und wütend zurücklässt.“ Außenminister Sigmar Gabriel erklärte über Twitter: „Ich bin sehr bestürzt über dieses feige Verbrechen. Mein tiefes Beileid den Familien der Ermordeten.“

Die beiden getöteten Frauen stammen aus Niedersachsen. Das hat das Innenministerium in Hannover am Samstag bestätigt. Die Agentur Interfax berichtete zudem, eine russische Frau sei verletzt worden, und berief sich dabei auf das russische Konsulat. Eine 36 Jahre alte tschechische Touristin erlitt nach Angaben des Außenministeriums in Prag bei dem Messerangriff Schnittverletzungen am Bein und am Rücken. Sie schwebe nicht in Lebensgefahr. (PD/dpa)

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