Mexiko-Erdbeben

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Kostbare Rettungszeit läuft aus

Die Hoffnung, weitere Verschüttete lebend zu bergen, schwindet zusehends. Die Opferzahlen steigen weiter an.

22.09.2017, 08:25 Uhr
Schon mehr als 270 Menschenleben hat das Erdbeben diese Woche in Mexiko gekostet.
Foto: imago/Xinhua

Die Opferzahl steigt weiter: von 250 auf 273 Tote, wie das Innenministerium mitteilte. Davon starben allein in Mexiko-Stadt 137 Menschen. Mit Wärmebildkameras wird weiter versucht, mögliche Überlebende zu orten. Nach Angaben des Militärs könnte sich in der Grundschule „Enrique Rébsamen“ noch eine erwachsene Frau in den Trümmern befinden. Bisher wurden dort aus den Trümmern der Schule nach jüngsten Angaben 19 tote Kinder und sechs tote Erwachsene geborgen, elf Personen konnten lebend gerettet werden.

Nach Einschätzungen von erfahrenen Rettungskräften können Menschen je nach Beschaffenheit von Hohlräumen bis zu 72 Stunden in Trümmern überleben, diese Spanne läuft im Laufe des Freitags ab. In Mexiko-Stadt konnten bisher 50 Personen lebend aus Trümmern geborgen werden. Das Beben der Stärke 7,1, hatte am Dienstag um 13.14 Uhr Ortszeit besonders Mexiko-Staat und die Bundesstaaten Morelos und Puebla getroffen, hunderte Gebäude sind beschädigt worden.

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit – aber auch ein eindrucksvolles Beispiel gelebter Solidarität. Zehntausende Mexikaner packen mit an, helfen beim Wegkarren von Schuttbergen, spenden Kleidung, Essen, Medikamente und Trinkwasser. Zum Symbol wurde die erhobene Faust von Rettern – ein Zeichen an alle Menschen an einer Hausruine, absolut still zu sein – kein mögliches Klopfzeichen soll überhört werden.

Das Beben hatte sich genau am Jahrestag des verheerenden Erdbebens vom 19. September 1985 ereignet. Damals starben nach Schätzungen bis zu 10.000 Menschen. Dass es dieses Mal nicht so schlimm kam, hängt auch mit deutlich verschärften Bauvorschriften gerade für Hochhäuser zusammen, die besser auf mögliche Erschütterungen und Schwankungen ausgerichtet werden müssen. Viele der nun eingestürzten Gebäude sollen vor 1985 gebaut worden sein. Außerdem gibt es in Mexiko regelmäßige Erdbebensimulationen und umfangreiche Katastrophen-Pläne.

Für Millionen Schüler fällt vorerst der Unterricht aus. Die Schulen werden auf Schäden untersucht, die Stromversorgung steht weitgehend wieder. Mexiko ist eines der erdbebengefährdetsten Länder. Das Land liegt am pazifischen Feuerring, hier treffen zwei Platten der Erdkruste aufeinander. Durch Verschiebungen können Beben entstehen. (dpa)

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