Verschollener Flug MH-370

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Angehörige fordern Millionen-Entschädigung

Spurlos ist Flug MH-370 vor zwei Jahren vom Radar verschwunden. Noch immer warten viele Opferfamilien auf ein Lebenszeichen ihrer Liebsten. Doch chinesische Angehörige ziehen nun vor Gericht.

07.03.2016, 18:17 Uhr

Zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden des Malaysia-Airlines-Fluges MH-370 haben Familien chinesischer Passagiere in Peking eine millionenschwere Entschädigungsklage eingereicht. Angehörige von zwölf Opfern klagten gegen die Fluggesellschaft, die Flugzeug- und Triebwerkshersteller Boeing und Rolls Royce sowie den deutschen Versicherer Allianz, wie ihr Anwalt Zhang Qihuai am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Sie fordern umgerechnet etwa 1,4 bis 9,8 Mio. Euro pro Passagier. Die Höhe der Entschädigung habe der Anwalt festgelegt. Dem Juristen zufolge wollen die Familien für die „schlechte Suche in der Anfangsphase“, den Verlust der Angehörigen, emotionalen Stress und für Gerichts- und Anwaltskosten entschädigt werden. Zudem werde in der Klage auch Aufklärung über den Flug, den Verbleib der Maschine und der Passagiere sowie über die Unglücksursache gefordert. Von den 239 Passagieren an Bord waren 153 chinesische Staatsbürger.

Viele Familien glauben, dass ihre Angehörigen noch leben, und zögerten, ob sie trotzdem die Entschädigungsklage einreichen sollten. Sie hatten dazu die letzte Chance am Tag vor Ablauf der international geltenden Frist am zweiten Jahrestag der bisher ungeklärten Katastrophe. Die Malaysia-Airlines-Maschine verschwand am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar. Das Wrack wird im Indischen Ozean vermutet.

Exakt am zweiten Jahrestag des Verschwindens von Flug MH-370 legen internationale Ermittler an diesem Dienstag einen neuen Zwischenbericht vor. Ihre Aufgabe ist es, die Ursache des Unglücks zu klären. Da die Maschine aber weiter verschollen ist, konnten sie weder ein Wrack begutachten noch Blackboxen auswerten, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen. Deshalb werden allenfalls neue Erkenntnisse erwartet, die sich aus der Untersuchung der Flügelklappe ergaben. Das Bruchstück war im Juli 2015 auf La Réunion vor Südostafrika angespült und als Teil von MH-370 identifiziert worden. Ob ein weiteres, kürzlich in Mosambik angespültes Trümmerteil zu MH-370 gehört, wird noch geprüft. Gleiches gilt für ein weiteres Fundstück, das auf La Réunion entdeckt wurde. (dpa)

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