Nach Air-Berlin-Aus

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Airlines buhlen um Slots am Airport Düsseldorf

Freie Start- und Landezeiten am Flughafen Düsseldorf für den Sommer 2018 sind heiß begehrt. Die Liste der Interessenten ist lang. Billigflieger Ryanair gehört aktuell allerdings noch nicht dazu.

von Rita Münck, 11.01.2018, 10:30 Uhr
Flughafen Düsseldorf: Ryanair suggeriert Interesse an Slots an dem verkehrsstarken Airport.
Foto: Düseldorf Airport

Nach dem Aus von Air Berlin und ihrer Tochtergesellschaft Niki sind am Flughafen Düsseldorf für den Sommer 2018 noch etliche Start- und Landerechte zu haben – zumindest theoretisch. Faktisch, so ist aus Airport-Kreisen zu hören, sind sogar noch mehr als 20.000 der sogenannten Slots fest für Air Berlin im Sommerflugplan 2018 koordiniert. Offenbar hofft deren Generalbevollmächtigter im Rahmen des Insolvenzverfahrens, Frank Kebekus, noch darauf, diese kurzfristig zu Geld machen zu können.

Die Zeit dafür wird langsam knapp. Denn faktisch müssen ungenutzte Start- und Landezeiten den Vorgaben der Luftfahrtorganisation Iata zufolge bis zum 15. Januar an den zuständigen Flughafen-Koordinator zurückgegeben werden, damit der sie bis Ende Januar an potenzielle Interessenten neu vergeben kann. Speziell in Düsseldorf ist die Liste lang: Dem Vernehmen nach hätten unter anderem Condor, TUIfly, Eurowings, Germania und auch Azur Air gern zusätzliche Slots für den Sommer.

Im aktuellen Winterflugplan bietet Eurowings mit einem Anteil von 37,3 Prozent die meisten Sitzplätze von und nach Düsseldorf, gefolgt von deren Mutter Lufthansa mit einem Anteil von 10,4 Prozent.

Noch nicht am Flughafen Düsseldorf aktiv ist der irische Billigflieger Ryanair. Einem Bericht von Airliners.de zufolge steht die Fluggesellschaft aber aktuell in Kontakt mit dem Airport. Davon weiß man in Düsseldorf nichts. Derzeit gebe es keine konkreten Gespräche mit Ryanair. „Die Iren haben weder Slots für den Sommer 2018 zugeteilt bekommen, noch unseren Informationen nach welche beantragt“, so Lutz Honerla, Leiter der Abteilung Aviation-Marketing am Düsseldorfer Airport. Aufgrund der bereits vorliegenden Interessentenliste sieht Honerla auch keine großen Chancen, dass Ryanair noch für den Sommerflugplan 2018 in Düsseldorf zum Zuge kommen wird.

Neue Chancen könnten sich ergeben, wenn Air Berlin die erwähnten Slots frei gibt. Wann und ob das passiert, ist noch offen: „Wir prüfen ganz aktuell, ob es Interessenten beziehungsweise Käufer für weitere Unternehmensteile und damit Slots gibt“, so ein Air-Berlin-Sprecher auf fvw-Anfrage.

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