Nach dem Zugunglück in NRW

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Bergungsarbeiten in Meerbusch dauern an

Nach dem Zugunglück bei Meerbusch laufen die Räumarbeiten auf Hochtouren. Auch in der Nacht sind Spezialisten im Einsatz, damit die Strecke möglichst bald wieder in Betrieb genommen werden kann.

07.12.2017, 09:45 Uhr
Rund um die Uhr laufen in Meerbusch die Bergungsarbeiten nach dem Zugunglück.
Foto: imago/Reichwein

Nach dem Zugunglück von Meerbusch in Nordrhein-Westfalen sind die Räumarbeiten an der Unfallstelle in der Nacht zum Donnerstag fortgesetzt worden. Mit einem Spezialkran werden nach Angaben der Deutschen Bahn die entgleisten und umgestürzten Waggons geborgen. Auch Teile der Oberleitung würden abgebaut. Bei den Arbeiten sei der anvisierte Zeitplan bisher eingehalten worden, sagte eine Sprecherin der Bahn.

Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, lasse sich beurteilen, welche Schäden an Gleisen, Gleisbett und Oberleitung entstanden seien. Dann könne auch entschieden werden, wann die Strecke wieder in Betrieb genommen werden könne.

In Meerbusch-Osterath war am Dienstagabend ein Regionalexpress auf einen Güterzug aufgefahren. Bei dem Unfall wurden laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer.

Ungeklärt ist die genaue Unfallursache. Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) soll die Fahrdienstleitung dem Lokführer des Personenzugs über Zugfunk mündlich die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt haben, obwohl sein Streckensignal auf Halt stand. Der Bericht beruft sich auf Ermittlerkreise. Nach Angaben der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn hätte der Personenzug halten müssen und den Gleisabschnitt nicht befahren dürfen.

Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky, forderte mehr Investitionen in die Bahnsicherheit. Das Sicherheitssystem, das Züge beim Überfahren eines Haltesignals automatisch stoppe, stamme aus den 50er-Jahren und sei seitdem nur punktuell weiterentwickelt worden. „Wünschenswerter wären flächendeckend höhere technische Systeme“, sagte er der „Rheinischen Post“. (dpa)

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