Nach United-Vorfall

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Passagier bereitet Klage vor

Der Fall des Passagiers, der gewaltsam aus einem United-Airlines-Jet entfernt worden war, hat jetzt möglicherweise juristische Konsequenzen. Medienberichten zufolge hat der Mann erste Schritte für eine Klage gegen die Airline einleiten lassen.

13.04.2017, 10:41 Uhr

Ein Anwalt des Mannes beantragte vor einem Bezirksgericht im US-Staat Illinois die Sicherung aller Videos über den Vorfall sowie aller relevanten Dokumente, wie die US-Zeitung „Chicago Tribune“ berichtete. Dies umfasse auch Cockpit-Aufzeichnungen sowie Personalakten der Mitarbeiter der zuständigen Luftfahrtbehörde, die den Mann aus dem Flugzeug holten.

United hatte am Sonntagabend auf dem Flughafen Chicago O’Hare den Mann aus der Kabine zerren lassen, weil das Flugzeug überbucht war und er trotz Aufforderung nicht von Bord gehen wollte. Videos zeigen, wie ihn Sicherheitsleute über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeugs schleifen. Dies hatte weltweit Empörung ausgelöst.

Der Passagier nahm sich der Zeitung zufolge den bekannten Anwalt Thomas Demetrio, der bereits mehrere große Vergleiche für seine Klienten habe erzielen können. Nach Kritik auch am Krisen-Management der Airline sowie Boykott-Aufrufen in sozialen Netzwerken hatte sich United-Vorstandschef Oscar Munoz in aller Form für den Vorfall entschuldigt. (dpa)

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