New York

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Amokfahrt auf dem Times Square

Leuchtreklamen, buntes Treiben, Scharen von Touristen – mitten in den belebten Times Square im Herzen New Yorks rast ein Autofahrer. Seine Fahrt über den Gehweg tötet eine Frau und verletzt 22 Menschen teils lebensgefährlich. Möglicherweise stand der Ex-Soldat unter Drogen.

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19.05.2017, 07:57 Uhr

Mittagspause am Times Square: Die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel, Angestellte und Touristen tummeln sich rund um den Platz im Herzen von Manhattan. Doch dann sind plötzlich Schreie zu hören, kurz darauf Sirenen. „Ein rotes Auto kam auf mich zugerast, fünf bis sechs Menschen lagen schon auf der Motorhaube“, sagt Kaoru Emura, die in der Nähe für einen japanischen TV-Sender arbeitet. Sie und viele andere springen aus dem Weg, um dem ungebremst rasenden Auto zu entkommen. Chaotische Szenen spielen sich ab.

Zuerst seien alle „wie gelähmt“ gewesen, sagt Emura nach der tödlichen Pkw-Fahrt vom Donnerstag gegen 12 Uhr mittags. „Aber dann haben die Menschen angefangen zu schreien und sind zu den Verletzten gelaufen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum das Auto nicht langsamer wird, warum ich keine Bremsen höre.“ Mehrere Straßenblöcke lang sei das Auto auf dem Gehsteig gerast und habe einige der Verletzten auf der Motorhaube mit sich getragen, sagt Emura der Deutschen Presse-Agentur. „Es war furchtbar angsteinflößend, das Schlimmste, was ich je gesehen habe.“

Kurz darauf ist eine 18-Jährige Frau tot, 22 Menschen sind teils lebensgefährlich verletzt. Dreieinhalb Straßenblocks ist der Fahrer über den Gehweg gerauscht, bevor er an der 45th Street Ecke 7th Avenue einen Poller rammt und zum Stehen kommt. Die rechte Hälfte seines Wagens hängt in der Luft, die Haube zum komplett demolierten Motorraum ist nach hinten verbogen.

Die Flucht ergreift der 26 Jahre alte Fahrer, ein Ex-Soldat der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, vergeblich: Mit festem Griff und schnellen Schritten wird er von NYPD-Beamten abgeführt. Vorgebeugt knickt er unter den Armen der Uniformierten ein, als sie ihn auf die Rückbank eines Streifenwagen setzen, wie das Video eines Instagram-Nutzers vom Unfallort zeigte. Bei der Festnahme soll er keinen nüchternen Eindruck gemacht haben, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Strafverfolger.

 
 
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