Airline-Pleite

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Ex-Lufthansa-Partnerin Privatair muss Insolvenz anmelden

Die nächste Fluggesellschaft stoppt ihren Flugbetrieb: Privatair flog im Auftrag großer Airlines wie Lufthansa, SAS, Saudia, TUIfly und Eurowings. Zuletzt gab es Streit über einen angeblichen Konkurs.

06.12.2018, 10:28 Uhr
Fliegt nicht mehr: ein Airbus A-319 der Privatair.
Foto: Wikipedia/Konstantin von Wedelstaedt

Die deutsch-schweizerische Fluggesellschaft Privatair ist pleite. Die Airline, die zuletzt vor allem für die Lufthansa flog, befand sich mitten in einer Umstrukturierung. Doch diese ist trotz allem Optimismus seitens des Aufsichtsrats gescheitert: Nun hat Privatair Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 226 Mitarbeiter in der Schweiz, in Deutschland und Portugal.

Privatair war 1977 als Firmenflugbereich der Unternehmensgruppe der Familie Latsis unter dem Namen Petrolair gegründet. 1989 erfolgte die Umbenennung. Seit 2002 betrieb sie sogar ein eigenes Terminal am Flughafen Genf.

Bis 2008 flog Privatair für Lufthansa die Strecke Düsseldorf–New York. Die Maschine verfügte ausschließlich über Business-Class-Sitze. Durchgeführt wurde der Flug von der deutschen Schwestergesellschaft der Privatair in Düsseldorf. Diese betrieb vier Airbus-Maschinen und wartete diese teilweise auch selbst.

Ebenfalls bis 2008 bediente das Unternehmen die Strecke Hamburg–Toulouse im Auftrag von Airbus. Anschließend startete sie unter anderem für Lufthansa (Frankfurt–Pune, New York, Nairobi), SAS (Kopenhagen–Boston) und Saudia (Dschidda–Riad).

Ende 2016 kaufte der britische Investor Silver Arrow Capital die Fluggesellschaft. Seit vergangenem Jahr war sie auch für TUIfly und Eurowings im Einsatz. Im vergangenen Jahr hatte sich Privatair zudem um die Übernahme der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki beworben.

Am 10. Oktober 2018 hatte das Schweizerische Handelsamtsblatt über einen Konkurs von Privatair berichtet. Das wurde von dieser jedoch heftig dementiert. Das Genfer Gericht hob ihren Konkursbeschluss daher wieder auf. Allerdings entzog das Luftfahrt-Bundesamt der deutschen Tochter die Lizenz.

Beide Entwicklungen hätten dazu geführt, dass nunmehr nur noch der Weg in die Insolvenz bleibe, teilte das Unternehmen jetzt mit. (OG)

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