Ausschreitungen (Update)

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Verletzte und Festnahmen bei Protesten in Tunesien

In der zweiten Nacht in Folge ist es in Tunesien zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. Betroffen waren auch Touristenregionen.

10.01.2018, 13:02 Uhr

Mehr als 200 Menschen wurden in der Nacht auf Mittwoch in Tunesien festgenommen. Knapp 50 Sicherheitskräfte seien bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. In mehreren Städten im ganzen Land waren Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Steuererhöhungen und Preissteigerungen zu protestieren. Die tunesische Regierung sprach von Plünderungen.

In der Nacht hätten Randalierer versucht, einen großen Supermarkt in der Küsten- und Touristenstadt Sousse auszurauben, hieß es aus Sicherheitskreisen. In der Hauptstadt Tunis wurden Autoreifen und Müllcontainer angezündet. Auch in den ärmeren Regionen im Süden des Landes kam es zu teils gewaltsamen Protesten. Auf der Insel Djerba habe es einen versuchten Brandanschlag auf die dortige Synagoge gegeben, teilte ein Mitglied der jüdischen Gemeinde mit.

Tunesien hat nach den Umbrüchen in der Arabischen Welt 2011 zwar den Übergang zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild absolviert, kämpft aber mit großen wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosigkeit. Zu Jahresbeginn war ein neues Finanzgesetz in Kraft getreten, das unter anderem Steuererhöhungen mit sich brachte.

(Update) Angesichts der Unruhen in Tunesien sollten Urlauber derzeit Menschenansammlungen dort meiden. Dazu rät das Auswärtige Amt in seinem am heutigen Mittwoch aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweis für das nordafrikanische Land. Gewalt könne nicht ausgeschlossen werden, so das Auswärtige Amt. Reisende sollten Anweisungen der Sicherheitskräfte stets folgen. (dpa)

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