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Irische Piloten halten an Ryanair-Streik fest

Erstmals muss sich Europas größter Billigflieger auf einen regulären Ausstand seiner Cockpit Crews einstellen. Irische Ryanair-Piloten wollen am Donnerstag 24 Stunden die Arbeit ruhen lassen.

11.07.2018, 16:30 Uhr
Noch ist nicht klar, wie viele Maschinen bei Ryanair am Boden bleiben müssen.
Foto: Ryanair

Für gewöhnlich geißelt Ryanair-Boss Michael O’Leary die „ungerechtfertigten Ausstände“ von Fluglotsen in Frankreich oder anderswo. Die verursachen immer wieder stundenlange Verspätungen oder gar Flugstreichungen. Und das kostet immer wieder eine Menge Geld. Allein am heutigen Mittwochmorgen waren 441 Flüge wegen Personalengpässen bei den Flugsicherungen von Deutschland, Portugal und Großbritannien betroffen.

Für Donnerstag nun sollte O’Leary kein weiteres Öl ins Feuer gießen und Streikende nicht beschimpfen. Denn dieses Mal streiken die Piloten des Billigfliegers selbst. Es fragt sich nur, wie stark der Ausstand ausfällt. Für den Donnerstagvormittag sind bislang lediglich sieben Dienste ab Dublin (nach Birmingham, Bristol, Liverpool, London-Gatwick, Manchester und Newcastle) sowie der 18.30-Uhr-Dienst von London-Stansted nach Dublin gestrichen. Welche Flüge die streikenden irischen Piloten sonst noch am Boden halten, ist derzeit noch völlig unklar.

Vielleicht wiegt sich O’Leary auch ein wenig in Sicherheit, dass der Ausstand eigener Piloten nicht so stark ins Gewicht fallen wird, werden doch weit mehr Piloten abseits von Irland beschäftigt. Außerdem betonte das Management des Billigfliegers jüngst, dass lediglich 27 Prozent der irischen Piloten in der Gewerkschaft Ifalpa organisiert sind.

Doch auch abseits vom heimischen Irland droht Ryanair Ungemach. So wollen die Cabin Crews in Belgien, Italien und Portugal am 25. und 26. Juli in Ausstand treten – und zwar für 48 Stunden. Die irischen Piloten wollen vorerst 24 Stunden am 12. Juli streiken. (LS)

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