Bitkom-Umfrage zur DSGVO

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Wirtschaft nicht auf neue Datenschutzregeln vorbereitet

In rund einer Woche tritt die neue, EU-weite Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Die deutsche Wirtschaft ist hier drauf nur ungenügend vorbereitet, wie der Präsident des Digitalverbandes Bitkom, Achim Berg, jetzt bei der Präsentation einer aktuellen Umfrage erklärte.

17.05.2018, 11:52 Uhr
Bitkom-Präsident Achim Berg stellte die Studie vor.
Foto: Till Budde/Bitkom

Die zweijährige Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist fast abgelaufen. Am 25. Mai tritt das Regelwerk in Kraft. Für die Mehrheit der deutschen Unternehmen war diese Zeitspanne offensichtlich jedoch nicht ausreichend. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Laut der repräsentativen Umfrage unter mehr als 500 Unternehmen wird nur ein Viertel der Firmen die Vorgaben des neuen Datenschutzrechts fristgerecht umgesetzt haben.

Weitere 32 Prozent werden die DSGVO laut Bitkom-Umfrage zudem größtenteils umgesetzt haben, ein weiteres Drittel immerhin teilweise. Ganz am Anfang der Umsetzung stehen demnach noch vier Prozent der Unternehmen, während zwei Prozent damit noch nicht einmal angefangen haben. Bitkom-Präsident Achim Berg bezeichnete diese Selbsteinschätzung der hiesigen Wirtschaft als „nicht gerade schmeichelhaft“.

Als Gründe für die bislang relativ schleppende Umsetzung des neuen Datenschutzrechts nannte Berg fehlende praktische Hilfe der Behörden, aber auch Versäumnisse der Unternehmen, die sich mit dem Regelwerk vielfach zu wenig beschäftigt hätten.

Der Verband, aber auch die Wirtschaft, hofft nun, dass die Kontrollbehörden zumindest im Anfangsstadium nicht allzu streng gegen Unternehmen vorgeben, die das neue Datenschutzrecht noch nicht vollständig umgesetzt haben. 41 Prozent der Unternehmen plädieren in der Bitkom-Umfrage gar für eine Ausweitung der bisherigen Schonfrist. Weitere 49 Prozent sprechen sich bei möglichen eigenen Versäumnissen zunächst für Verwarnungen durch die Datenschutzbehörden aus. Sollten sich die Behörden nicht so kulant zeigen, dann kann es für die Unternehmen teuer werden: Bei Verstößen gegen die DSGVO drohen Bußgelder in Höhe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. (MAJ)

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