Business-Travel-Umfrage des DRV

(0)

Virtuelle Meetings kosten Umsatz

Die Zahl der virtuellen Meetings steigt. Das spart Zeit und Reisekosten – einerseits. Für den geschäftlichen Umsatz sind Videokonferenzen und Co laut einer DRV-Umfrage dagegen nicht unbedingt förderlich.

13.04.2018, 13:21 Uhr
Auf dem Vormarsch: Immer häufiger finden Meetings auf virtuellem Wege statt.
Foto: Getty Images

Im vergangenen Jahr wurde bereits jedes vierte persönliche Treffen in deutschen Unternehmen durch ein virtuelles Meeting ersetzt. Das hat eine Umfrage der im Deutschen Reise Verband (DRV) vertretenen Geschäftsreise-Anbieter im Rahmen ihrer Initiative „Chefsache Business Travel“ unter Fach- und Führungskräften der hiesigen Wirtschaft ergeben.

Gründe für die wachsende Nutzung von Videokonferenzen und anderen virtuellen Meeting-Systemen sind danach vor allem Zeit- und Kostenersparnis im Vergleich zur klassischen Geschäftsreise. 77 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen virtuelle Meetings bei diesen Aspekten klar im Vorteil.

Aus Vertriebssicht allerdings sind virtuelle Meetings nicht unbedingt zu empfehlen: Denn der Geschäftserfolg ist laut Umfrage beim persönlichen Kontakt deutlich höher als beim virtuellen Treffen. Durchschnittlich 27 Prozent mehr Umsatz jährlich können laut Aussage derjenigen erwirtschaftet werden, die auf das Gespräch beim Kunden vor Ort setzen.

Der vermeintlichen Zeit- und Kostenersparnis bei virtuellen Treffen steht also eine höhere Produktivität auf Dienstreisen gegenüber. Diese lässt sich nicht nur in Umsatzzahlen messen. „Mitarbeiter sind auf Reisen häufig sogar produktiver als am eigenen Schreibtisch. Insbesondere dann, wenn bei der Reiseorganisation auf Produktivitätsfaktoren wie die richtige Hotelauswahl geachtet wird“, sagt Peter Ashworth, Zentral- und Osteuropa-Chef der internationalen Geschäftsreise-Kette CWT und zugleich Vorsitzender des Business-Travel-Aussschusses im DRV.

Auch zwei weitere Aspekte sprechen laut Umfrage-Ergebnis bei der Abwägung zwischen virtuellem Meeting und persönlichem Treffen für die Reise: Für sieben von zehn Befragten bietet sie eine Abwechslung zum Arbeitsalltag. Und für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer kann ein persönliches Treffen zu einem Erfolgserlebnis werden. Beides erhöht laut Befragung die Motivation.

Die Studie „Chefsache Business Travel 2018“ wurde im Auftrag des DRV durchgeführt. 100 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 102 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür über ein Online-Panel zum Thema Geschäftsreisen befragt. (MAJ)

Weitere Business Travel-News

Newcomer
(0)

Yourways will Hamburg mit Sylt verbinden

Linienflüge zwischen Hamburg und Deutschlands nördlichster Insel gibt es bereits seit langem. Nun schickt sich ein Newcomer an, das Angebot zu erweitern. mehr

 

Autovermietung
(0)

Sixt rechnet mit mehr Gewinn

Deutschlands größter Autovermieter Sixt, geleitet von Erich Sixt, konkretisiert seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr. Basierend auf den Zahlen des ersten Quartals rechnet CEO Erich Sixt jetzt mit einer „deutlichen Steigerung“ gegenüber dem Vorjahr. mehr

 

Schlappe vor Gericht
(0)

Uber muss Betrieb in Wien einstellen

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kann nach der einstweiligen Verfügung eines Wiener Gerichts vorübergehend keine Gäste mehr in Österreichs Hauptstadt befördern. mehr

 

Starker Jahresstart
(0)

Boeing rechnet mit mehr Profit

Der weltgrößte Flugzeug-Hersteller, Boeing, erhöht nach einem überraschend starken Jahresauftakt seine Gewinnziele. mehr

 
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media