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Deutschland-Takt sollen Umsteigen verschnellern

Mit einem neuen Fahrplan-Modell will die DB dafür sorgen, dass die Fahrgäste nicht mehr so lange auf Anschlusszüge warten müssen.

09.10.2018, 10:19 Uhr
Damit niemand mehr auf den Anschlusszug länger wartet, soll ein „Deutschland-Takt“ eingeführt werden.
Foto: Deutsche Bahn AG

Schnellere Anschlüsse, mehr Pünktlichkeit, abgestimmte Fahrpläne: Das sind Ziele des geplanten neuen Fahrplan-Modells „Deutschland-Takt“.Das neue Modell ist aber ein langfristiges Projekt – es könnte Jahrzehnte dauern, bis es umgesetzt ist.

Züge treffen gleichzeitig ein

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) berät dazu mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik über die Zukunft des Schienenverkehrs. Die große Koalition will bis 2030 die Zahl der Bahnkunden verdoppeln und mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagern. Eine wichtige Voraussetzung, um diese Ziele zu erreichen, soll der „Deutschland-Takt“ sein.

Das Prinzip: An wichtigen Umsteigestationen treffen Züge ungefähr gleichzeitig ein und fahren kurz darauf wieder ab. Lange Umsteigezeiten von einer halben Stunde und mehr soll es dann nicht mehr geben.

Aus Fahrgastsicht begrüßenswert

In der Branche wird der „Deutschland-Takt“ unterschiedlich bewertet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßte das Modell. Branchenexperte Gregor Kolbe sagte der dpa, davon könne der Fahrgast profitieren. Die „Reisekette“ könne sehr zügig und verbraucherfreundlich werden.

Die Einführung sei aber ein langfristiges Thema, es müsse Infrastruktur geplant und gebaut werden. Ein „Deutschland-Takt“ könne vielleicht in 10, 15 oder 20 Jahren funktionieren, wenn er heute auf den Weg gebracht werde. „Dafür braucht man viel Geld und einen langen Atem.“ (dpa)

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