Flugbuchungen

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GDS-Aufschlag praktisch alternativlos

Immer mehr Airlines verlangen bei Flugbuchungen via GDS eine Zusatzgebühr. Sehr zum Ärger von Travel Managern. Doch die Möglichkeiten, den Aufschlag zu umgehen, sind begrenzt.

von Martin Jürs, 01.12.2017, 07:39 Uhr
Die Kostenbelastung für Flugreisende steigt: Immer mehr Airlines führen eine GDS-Gebühr für Buchungen über die klassischen Reservierungssysteme ein.
Foto: GettyImages

Andreas Konkel, Travel Manager der Firma Diehl, macht sich nichts vor: „Unsere Flugkosten steigen dramatisch“, so der Reiseverantwortliche des Technologie- und Waffensystem-Herstellers aus Nürnberg. Schuld sind, neben dem Ausfall von Air Berlin und den damit verbundenen höheren Ticketpreisen der Lufthansa, vor allem die GDS-Zusatzgebühren, die immer mehr Airlines bei Flugbuchungen über die klassischen Reservierungssysteme verlangen.

Der Aufschlag, den Lufthansa bereits vor gut zwei Jahren als erste Fluggesellschaft eingeführt hat, wird seit diesem Monat auch von British Airways und Iberia verlangt. Hier werden 9,50 Euro pro Segment fällig. Im April 2018 ziehen dann Air France und KLM sowie deren Ableger Hop mit elf Euro pro Strecke nach. Scheinbar überschaubare Beträge, die sich jedoch gerade bei Vielfliegern und Unternehmen mit einem hohen Flugaufkommen schnell zu beachtlichen zusätzlichen Kosten summieren können.

Möglichkeiten, die GDS-Aufschläge zu umgehen, haben die Unternehmen dabei nur wenige. Buchungen über die Homepages oder andere Direktvertriebskanäle der Airlines – hier werden anders als im GDS keine Zusatzgebühren fällig –, sind für die Corporates keine Alternative. Hier jedenfalls fehlen die für Firmen wichtige Preistransparenz und die Vergleichbarkeit mit anderen Fluggesellschaften – Kriterien, die Reservierungssysteme wie Amadeus, Sabre und Travelport erfüllen.

Glück haben bislang allein Unternehmen, die ihre Flüge mit British Airways und Iberia hierzulande über American Express Global Business Travel, BCD Travel, CWT, Egencia und HRG buchen lassen. Zumindest wenn diese Flugbuchungen über das GDS von Amadeus laufen. Denn dann wird kein Aufschlag fällig. Möglich machen dies mehrjährige Vereinbarungen zwischen den Geschäftsreise-Anbietern, den Airlines der IAG-Gruppe und dem IT-Anbieter. Andere Geschäftsreise-Ketten wie DER Business Travel und auch die Lufthansa City Center können solche Vereinbarungen bislang noch nicht bieten.

Reisebüros können die GDS-Aufschläge von British Airways und Iberia auch vermeiden, wenn sie über Travelport buchen – vorausgesetzt natürlich, das Reisebüro hat eine Private-Channel-Vereinbarung mit der IAG Gruppe unterzeichnet.

Einen ausführlichen Bericht über die Haltung der Unternehmen zur GDS-Gebühr und ihren Strategien zur Kostenvermeidung lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 24/17 des fvw Magazins. (MAJ)

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