Frankfurt Flughafen

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Gestrichene Frankfurt-Flüge nach Systemausfall

Der Flugbetrieb in Frankfurt lief am heutigen Mittwoch nicht glatt. Weil ein Datensystem des Flughafens acht Stunden ausfiel, musste Lufthansa Flüge streichen.

von Georg Jegminat, 16.05.2018, 16:26 Uhr
Lufthansa verärgert über Probleme im Flugbetrieb des Frankfurter Flughafens.
Foto: Lufthansa

Ein achtstündiger Systemausfalls beim Flughafenbetreiber Fraport hatte „massive Störungen des Lufthansa-Flugbetriebs“ zur Folge. Es habe sich um ein System namens „Info Plus“ gehandelt, dass die Daten zwischen den vielen verschiedenen Betrieben am Flughafen und der Flugsicherungen vermittelt, erläutert ein Fraport-Sprecher auf Anfrage. Weil auf manuelle Arbeit umgestellt werden musste, konnte der Flugbetrieb nur eingeschränkt fortgeführt werden. Insgesamt 71 von 1560 Flügen vielen aus, davon 23 bei Lufthansa. Mittags war das Problem behoben.

Info Plus leitet beispielsweise die den gelandeten Flugzeugen zugewiesenen Positionen weitergeleitet. Ohne diese Informationen konnte das Personal für die Fluggastbrücken, für Gepäckabfertigung und Gästebetreuung nicht wie notwendig eingeteilt werden. Lufthansa-Crews mussten per Funk oder Telefon die Ankunftsposition ihrer Flugzeuge weiterleiten.

Umsteiger verpassen Anschlussflüge

Lufthansa beschreibt die Folgen so: „Neben etlichen Verspätungen und verpassten Umsteigeverbindungen, musste die Fluggesellschaft bis zum Mittag insgesamt 23 Flüge streichen – allein davon waren mehr als 2600 Fluggäste betroffen. Am Morgen musste die Anflugrate von normalerweise 58 auf 40 Flüge reduziert werden, um im manuellen Verfahren den Betrieb in zwangsläufig reduziertem Umfang aufrecht zu erhalten.“

Fraport bekommt schon länger heftige Kritik von ihrem Großkunden Lufthansa, beispielsweise weil Ryanair mit günstigen Einstiegskonditionen auf den Flughafen gelockt wurden. Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister legt nun nach: „Der Systemausfall bei der Fraport hatte für unsere Kunden massive Auswirkungen. Dies bedauern wir sehr. Ich erwarte, dass das Fraport Management die offensichtlich vorhandenen Infrastrukturprobleme schnell in den Griff bekommt.“

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