Frankreich

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Regierung sorgt sich um Accor

Dass der chinesische Investor Jing Jiang seine Anteile an Accor Hotels aufstocken will, sorgt für Unruhe in Frankreich. Der Regierung ist das ein Dorn im Auge, Accor-Chef Sébastien Bazin schweigt.

von Sabine Pracht, 07.06.2016, 18:06 Uhr
Accor-Chef Sébastien Bazin äußerte sich bislang positiv zur Beteiligung von Chinesen.
Foto: Accor Hospitality Germany GmbH/STEPHANE OLIVIER

Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ hat den Stein ins Rollen gebracht. Vergangene Woche berichtete sie darüber, dass der chinesische Hotelriese Jing Jiang seine Anteile bei Accor von derzeit 15 Prozent auf 29 Prozent aufstocken wolle. Dann folgte eine Welle an Medienberichten in Frankreich und mittlerweile auch in Deutschland mit allerlei Spekulationen. Denn: Die Regierung, im Besonderen Francois Hollande, ist besorgt, wenn einzelne Aktionäre aus China mehr Macht bekommen. Accor müsse in Streubesitz bleiben, so Hollande. Im vergangenen Jahr erst hatte sich Jing Jiang die französische Hotelkette Louvre für etwa 2,9 Mrd. Euro einverleibt.

Accor-Chef Sébastian Bazin, der sich bislang positiv über die erfolgten Beteiligungen aus China äußerte, schweigt dazu. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Spekulationen nicht kommentieren“, heißt es bei Accor auf Anfrage der fvw.

Fakt ist: Am 12. Juli kommen die Accor-Aktionäre zusammen, um über den Kauf von Fairmont Raffles Hotels International durch Accor zu entscheiden. Die bestehenden Aktionäre Colony und Eurazeo, die zusammen 11,08 Prozent an Accor halten, könnten ihre Anteile an die Chinesen abgeben, so die Spekulationen. Damit würden noch mehr Anteile von Europas größtem Hotelkonzern in chinesische Hände wandern.

Zur Erinnerung: Im Februar erst hatte Jing Jiang seine Accor-Anteile von anfangs fünf Prozent aufgestockt. Außerdem besiegelte Accor Anfang des Jahres seine strategische Allianz mit der chinesischen Hotelkette Huazhu. Sie wollen gemeinsam Hotels in China bauen. Accor ist zu 10,8 Prozent an dem chinesischen Unternehmen beteiligt und sitzt im Aufsichtsrat des chinesischen Konzerns. Im Gegenzug übernahm Huazhu eine nicht mehrheitliche Beteiligung von 29,3 Prozent und zwei Sitze bei Accor in China.

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